Rundum gelungen, die Mega-Kunstschau

Von: Rudolf Müller
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Man müsste Noten lesen können... Die großformatigen Werke von Antonio Maró und seinem Sohn Rafael Ramirez Maró zählten zweifellos zu den Highlights der 5. Art Open. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Hochrechnungen kommen zu unglaublichen Zahlen: An die 2000 Kunstwerke müssen es gewesen sein, die 91 Künstler aus Nah und Fern am Sonntag in Eschweilers Innenstadt zeigten. Wieviel tausend Besucher das breite Angebot zwischen Rathaus, City-Center, Hotel de Ville und Dreieinigkeitskirche nutzten, kann nur geraten werden.

Fest steht: Trotz des miesen Wetters herrschte überall reger Andrang - Organisator Max Krieger konnte rundum zufrieden sein. „Ich habe sowohl am Sonntag persönlich als auch später per E-Mail nichts als positive Resonanz erfahren”, freut sich der Kulturmanager. „Und das betraf nicht nur den guten Besuch, sondern auch die duchaus positiven Verkaufszahlen.”

Max Kriegers persönliches „Highlight” war der Besuch des brasilianischen Botschafters Cézar Amaral: Hatte Krieger befürchtet, der hochrangige Diplomat könne von den leeren Ladenlokalen im City Center abgeschreckt werden, freute der sich über große Zahl von „Galerien”, die die Kunststadt Eschweiler zu bieten hatte.

Galerien für einen Tag: Den Indestädtern wäre es wesentlich lieber, die Ladenlokale im Center würden ganzjährig geschäftlich genutzt, statt kurzzeitig für Kunstschauen herzuhalten. „Wenn die Läden bei der nächsten Art Open nicht mehr zur Verfügung stehen, ist das halt eine neue Herausforderung, die wir meistern werden”, sagt Max Krieger.

Gefreut hat ihn auch, dass Botschafter Amaral und Bürgermeister Rudi Bertram gut miteinander ins Gespräch kamen: „Eschweiler zeigte sich dabei durchaus offen für weitere kulturelle, aber auch wirtschaftliche Gemeinschaftsprojekte”, betont Krieger.

Highlight Nummer 3 in den Augen des Kulturmanagers: die Illumination der Fassaden an der Südseite des Marktplatzes. „Hier konnte man sehen, wieviel atmosphärisches Potenzial da drin steckt.”

Bewundern konnten dies vor allem die Teilnehmer des Art-Open-Abschlusstreffens, die nach Einbruch der Dämmerung auf dem Marktplatz zusammenkamen und die Saxophonklänge von Uwe Malischewski genossen, während Max Krieger den Hauptgewinner der Verlosung ermittelte: Lia Thoma aus Frankfurt kann sich noch entscheiden, ob ihre Kunststädtereise für zwei Personen sie nach Hamburg, Berlin, London oder Paris führen wird.

Ärgerliches gibts allerdings auch zu berichten: Der Besuch der 100-Jahre-Braunkohle-Ausstellung im Rathausfoyer, die auch auf den Art-Open-Flyern beworben wurde, war am Sonntag nicht möglich. Aus Sicherheitsgründen - vom Foyer aus ist das gesamte Rathaus frei zugänglich - hatte die personell unterbesetzte Stadt kurzfristig den Durchgang verweigern müssen.

Dennoch: Die Art Open 2010 macht schon jetzt Lust auf 2012. Dann, so überlegt auch Kulturmanager Max Krieger, könnte die größte Kunstschau der Region zwei Tage dauern.
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