Runde für Runde auf der Jagd nach Wandertag

Von: kaba
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Die Schülerinnen und Schüler der BLS waren in diesem Jahr beim Sponsored Walk sehr motiviert. Ob gehend oder laufend schafften sie viele Runden. Foto: Katja Bach

Eschweiler. Immer wieder begegnete man am Freitagvormittag einzelnen Schülergruppen, die in richtung Freibad Dürwiß waren. Doch es ging nicht ins Freibad, der kleine Waldrundweg dort war das Ziel der Schüler. Denn alle zwei Jahre veranstaltet die Bischhöfliche Liebfrauenschule ihren Sponsored Walk und die Runden werden in eben diesem Waldstück gedreht.

Zuerst geht es von der Schule aus nach Dürwiß, dann darf jeder am Freibad so viele Runden laufen, wie er will und vor allem kann und dann geht es gemeinsam zurück zur Schule.

Alleine für Hin- und Rückweg kommen mindestens sieben Kilometer zusammen und jede Waldrunde hat noch einmal einen Kilometer. „Die Jüngsten kämpfen darum, wer die meisten Sponsoren hat“, berichtete Schülersprecher Tobias Schmitz. Denn die Sponsoren suchen sich die Teilnehmer selbst aus. Ob Eltern, Onkel, Tanten oder Freunde, jeder Sponsor ist wichtig. „Und dann geht es natürlich darum, die meisten Runden zu laufen“, erklärte Pia Eßer, ebenfalls Schülersprecherin. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass die Motivation, die meisten Runden zu laufen, nicht nur daher rührt, dass die Sponsoren dann kräftig in die Tasche greifen müssen. Wie jedes Mal wird nämlich die Klasse, die die meisten Runden gelaufen ist, einen Wandertag und 100 Euro für die Klassenkasse bekommen. Und auch die zweitbeste Klasse erhält einen zusätzlichen Wandertag. Wenn das kein Grund ist, sich völlig zu verausgaben.

Und das gilt nicht nur für die Kleinen. Auch die Mittelstufen – und Oberstufenschüler legten sich mächtig ins Zeug. „In diesem Jahr finanzieren wir von den Spenden nämlich zwei Projekte“, verriet Tobias Schmitz. „Zum einen bekommen die Oberstufenschüler einen Grillpavillon auf ihrem Schulhof und zum anderen werden die Musikräume völlig neu ausgestattet, so dass von der 5. Klasse bis zur Q2 alle vom Sponsored Walk profitieren.“

Und mit dieser Aussicht war die Motivation riesig. Außerdem waren auch viele Lehrer als gutes Vorbild mit dabei. Einige von ihnen zeigten sich richtig sportlich und liefen mehr als zehn Runden mit ihren Schülern mit. Klar, dass die dann mit ihrem Pauker mithalten wollten und ebenfalls Runde um Runde liefen.

An den Stempelstationen, die auf der gesamten Strecke in regelmäßigen Abständen aufgebaut waren, gab es so einiges zu tun. „Ich bin schon ganz k.o. vom Stempeln“, scherzte Lehrer Renè Schippers und Pia Eßer erklärte: „Wir haben die Stempelstationen in diesem Jahr geschickter aufgestellt. So kann niemand mehr abkürzen.“ Und deshalb gab es nun auf der einen Kilometer langen Runde zwei Stempelstationen, an denen Lehrer oder ältere Schüler siaßen und die Karten abstempelten. „Jeder hat von uns so eine Karte bekommen, auf der die Stationen abgestempelt werden müssen. Fehlt ein Stempel, ist die Runde ungültig“, sagten die Schülersprecher. Sprechen Pia Eßer und Tobias Schmitz von „uns“, dann meinen sie nicht nur sich selber, sondern die gesamte Schülervertretung (SV). Die hatte den Sponsored Walk nämlich organisiert. „Das war eine Menge Arbeit“, berichtete SV-Lehrer Thomas Wurm, „aber wir haben eine großartige SV und es läuft alles super.“

Nicht nur die Schülervertretung achtete darauf, dass alles nach Plan lief, auch der Sanitätsdienst musste alle Augen offen halten. An jeder Stempelstation standen Sanitäter, die glücklicherweise beschäftigungslos blieben. Um die gute Laune zu fördern, gibt es seit jeher auch Musik beim Sponsored Walk und hier zeigte sich, dass die Schülerinnen und Schüler der BLS auch über ihre Schulzeit hinaus mit der Schule verbunden sind und sich engagieren. Für die Musik sorgten nämlich Jerome Dunkel, Johannes Grünheidt und Christian Parreidt, die schon 2013 ihr Abitur gemacht haben.

Auch Schulleiter Bert Schopen war begeistert vom Sponsored Walk: „Es sind viele sehr motiviert und vor allem bin ich froh, dass das Wetter gehalten hat“, verriet er lachend. Und dann lief auch er eine Runde mit seinen Schülern mit.

Die letzte, bevor ab 12 Uhr die ersten den Rückweg antraten. Wer von den Schülern die meisten Runden lief und wer die Wandertage gewinnt, das bleibt noch eine Überraschung, aber schon am Freitag konnte man sagen, dass über alle Klassen hinweg eine hohe Motivation, Geh- oder Laufbereitschaft und gute Laune vorherrschten.

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