Rüttgers-Stiftungstag: Spannende Genetik gemeinsam erforscht

Von: Sarah Schlachter
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Präsentierten ihre Forschungsergebnisse beim Rüttgers-Stiftungstag 2010 in Essen: die Liebfrauenschüler mit Lehrerin Barbara Busert (links).

Eschweiler. Endlich war der große Tag gekommen, die Ergebnisse der wochenlangen Arbeit zu präsentieren. Neun Schüler der Jahrgangsstufe 13 der Liebfrauenschule Eschweiler sind von der Rüttgers-Stiftung zum Rüttgers-Stiftungstag 2010 nach Essen zum Unesco-Welterbe „Zeche Zollverein” eingeladen worden, um ihr Projekt „Schüleraustausch mit Kanada zwecks Forschungsprojekt Genetik” vorzustellen.

Neben 17 weiteren ausgestellten Forschungsprojekten aus NRW, darunter Projekte wie „Die Erstellung eines künstlichen neuronalen Netzwerkes” oder der „Untersuchung des Trinkwassers auf Nitrat in Deutschland und Polen”, konnten die Schüler Daniel Bell, Ina Jansen, Nora Dondorf, Judith Gerards, Alexander Weidler, Sarah Schlachter, Nathalie Schollmeier, Annika Braun und Eilien Schulz gemeinsam mit ihrer Lehrerin Barbara Busert ihre Forschungsergebnisse den rund 200 geladenen Gästen präsentieren.

Im Oktober 2009 machten sich die neun jungen Forscher nach Winnipeg in den kanadischen Staat Manitoba auf, um gemeinsam mit ihren kanadischen Austauschschülern mehr über die aktuellen molekular-cytogenetischen und molekulargenetischen Untersuchungsmethoden zu erfahren. Im April 2010 fand anschließend der Rückbesuch nach Deutschland statt und es bot sich die Möglichkeit, endlich auch den Kanadiern deutsche Kultur und Forschung vorzustellen.

Sowohl in den Instituten in Winnipeg als auch im Aachener Klinikum und an der RWTH Aachen haben sich zahlreiche Forscher zur Verfügung gestellt, die Schüler an das praktische Arbeiten heranzuführen und ihnen durch Vorträge und Präsentationen, die verschiedenen Forschungsschwerpunkte der Genetik zu vermitteln. Dank der Unterstützung der Rüttgers-Stiftung konnten auch im Schülerlabor viele Versuche durchgeführt werden.

Die Rüttgers-Stiftung, die das Projekt im Frühjahr 2010 finanziell unterstützt hat, fördert schon seit Jahren Naturwissenschaften im Schulunterricht. Einmal im Jahr, am traditionellen Rüttgers-Stiftungstag, werden die Ergebnisse der Schülerprojekte geehrt. Jede Gruppe hat dabei die Möglichkeit, in einem dreiminütigen Vortrag ihre Ergebnisse den anderen Gruppen und Besuchern vorzustellen.

In einem Kurzfilm zeigten die Liebfrauenschüler ihren Interessenten, wie sie an die Genetik auf Ebene der Riesenchromosomen herangeführt wurden und ihre Arbeit schließlich auf chromosomaler Ebene bis hin zur Bakteriengenetik vertieften. Die Ergebnisse konnten sich wirklich sehen lassen: Die Schüler lernten unter anderem steriles Arbeiten und den Umgang mit Thermocyclern im Labor, sie erfuhren wie man Riesenchromosomen aus den Speicheldrüsen von Steckmückenlarven gewinnen kann und wie sich Mutationen auf den Phänotyp auswirken können.

Kultureller Austausch

Bei der Präparation von Schweinenieren untersuchten sie die Auswirkungen der vererbbaren polycystischen Nieren, unter dem Lichtmikroskop erforschten sie menschliche Krebszellen (Nierenzellkarzinome). Des Weiteren erlernten sie Techniken wie die PCR, die Gelelektrophorese und die Isolation von Plasmiden aus Bakterienzellen.

Der Austausch verband kulturelle Kontakte mit dem Erlernen genetischer Arbeitsweisen, die den kanadischen und deutschen Schülern die Möglichkeit eines intensiven Einblicks in das Berufsfeld der Genetik als auch in den Ablauf des Studiums der Biologie bot. Und am Ende gab es als Dank sogar noch eine Urkunde für die Anerkennung des wissenschaftlichen Schülerprojekts.
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