Rückbau der Indestraße bleibt ein Thema

Von: Patrick Nowicki
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Haben sich noch einiges vorgenommen: die Sozialdemokraten, die im Eschweiler Stadtrat die Mehrheit besitzen. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Die Mehrzweckhalle für die Don-Bosco-Schule ist nicht vom Tisch. Dies bestätigt die Fraktionsvorsitzende der SPD, Nadine Leonhardt, im Interview mit unserer Zeitung. „Der Plan konnte in der letzten Haushaltsperiode nicht umgesetzt werden, ist aber nicht von unserer Agenda verschwunden“, sagt sie.

In der Mache ist das Sportstättenkonzept. Man werde dort, wo es sinnvoll sei, Fusionen von Vereinen unterstützen.

Im Rahmen unserer Umfrage „Was bewegt Sie in Eschweiler?“ haben sich zahlreiche Leser gemeldet, die wissen wollten, was die Sozialdemokraten in ihrem ersten Jahr nach der Kommunalwahl bereits auf den Weg gebracht haben und was sich in den nächsten Jahren noch tut. Derzeit liegt der Schwerpunkt auf der Integration der Flüchtlinge in Eschweiler. So fordern die Genossen, dass Kinder aus den betroffenen Familien stärker in der Leseförderung eingebunden werden. Was die Stadtbücherei zu leisten im Stande ist, soll die Verwaltung nun klären.

Darüber hinaus will die SPD ehrenamtliche Betreuer in Vereinen und Organisationen schulen lassen. Dafür soll das Gespräch mit dem Stadtjugendring gesucht werden, der Fortbildungen anbietet und Ehrenamtler für den Erwerb der Jugendleitercard (Juleica) qualifiziert. So soll im Schulungsprogramm nach dem Wunsch der Eschweiler SPD ein neues Modul „Interkulturelle Kompetenzen für die Arbeit mit jungen Flüchtlingen“ eingeführt werden. „Die neue Lebenssituation der Flüchtlingskinder ist geprägt von unterschiedlichen kulturellen Lebensgewohnheiten und Einflüssen. Viele Kinder sind zudem traumatisiert durch Krieg, Flucht und Vertreibung“, sagt Nadine Leonhardt. Man wolle Vereine noch mehr in die Integrationsarbeit einbilden.

Für die Sozialdemokraten dürften die kommenden Monate besonders wichtig werden. Denn es gilt, den Stadtetat für das kommende Jahr vorzubereiten und zu verabschieden. An dessen Ende muss mindestens eine schwarze Null stehen, will man das Ende des Haushaltssicherungskonzepts nicht verfehlen. Große Sprünge sind darum auch im nächsten Jahr nicht zu erwarten, zumal sich die finanziellen Möglichkeiten nicht verbessert haben. „Wir mussten Entscheidungen fällen, die uns schwergefallen sind“, sagt Nadine Leonhardt. Als Beispiel nennt sie den beitragsfreien Besuch des Kindergartens. Dies habe man aus finanziellen Gründen noch nicht verwirklichen können.

Die Sanierung der nördlichen Innenstadt nimmt Fahrt auf. Nach der Peter-und-Paul-Straße folgt nun der Eschweiler Marktplatz. Trotz aller Kritik ist die SPD von der Umgestaltung überzeugt: „Er wird eine große Attraktivität und Aufenthaltsqualität besitzen, die sich viele vorher nicht vorstellen konnten“, meint der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Peter Kendziora. Am Ende der Sanierung soll übrigens auch die Inde­straße angepackt werden. Deren Rückbau bleibt ein erklärtes Ziel, wenn auch kein leicht zu erreichendes. Kendziora räumt ein, dass man die „vielfältigen Beteiligten und Interessen“ koordinieren müsse. Dabei müsse man auch die Rolle der Indestraße als Hauptverkehrsader sehen.

Weiter gebaggert wird am Blausteinsee. Der von der SPD im Wahlprogramm genannte Mehrgenerationenlehrpfad wird zwar weiter auf sich warten lassen, aber die Vereine am See können sich freuen: „Bald entsteht dort ein neues Haus für Vereine“, teilt Kendziora mit. Entsprechende Wünsche des Segelclubs Eschweiler bestehen zwar schon etwas länger, aber inzwischen werden die Planungen konkreter. Kein Wort fällt hingegen zu den Appartments mit Blick auf den See, die ebenfalls immer wieder in die Diskussion geworfen werden.

Weniger konkret werden die Genossen, wenn es um den Strukturwandel geht, in dem sich Eschweiler gerade befindet: „Das ist mit das Schwierigste, was wir in Eschweiler tun müssen“, sagt Nadine Leonhardt. Die Stadt entscheide jedoch nicht alleine darüber. Das Bauprojekt „Neue Höfe Dürwiß“ sieht sie als ein zukunftweisendes Modell, dass „gut angenommen wird und Ausstrahlungscharakter für Eschweiler hat“.

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