Rue de Wattrelos: Probleme mit Brummi-Fahrern

Von: Patrick Nowicki
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Kein Durchkommen: Die parkende
Kein Durchkommen: Die parkenden Lkw an der Rue de Wattrelos behindern nicht nur den Verkehr, ihre Fahrer hinterlassen dort auch ihre Fäkalien und ihren Müll. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Von vorweihnachtlichem Frieden kann an der Rue de Wattrelos keine Rede sein. Während sich wenige Meter weiter die Kunden über ihre Weihnachtseinkäufe freuen und sich auf das Fest einstimmen, ärgern sich die Anwohner noch immer über Brummifahrer, die sich nicht an die Regeln halten.

Mehrere Unternehmen, die in dem Gewerbegebiet ansässig sind, beschweren sich jetzt wieder öffentlich darüber, nachdem sie sich von der Stadt „vertröstet” gefühlt haben.

Die Rue de Wattrelos ist ein beliebter Parkplatz für Lkw. Allerdings wird dort nicht nur geparkt: Manchmal lassen die Fahrer ihre Anhänger tagelang dort stehen, Ware wird umgeladen und Reparaturen werden direkt am Straßenrand erledigt. Dadurch kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen im Verkehr, oder es ist gar kein Durchkommen möglich. Ganz zu schweigen von den Fäkalien und dem Müll, den die Lkw-Fahrer nach ihrem Gastspiel in Eschweiler hinterlassen. Die Anwohner erneuern deswegen ihre Forderung nach Toiletten dort: „Entweder wird das Übernachten gestattet und die notwendige Infrastruktur dafür geschaffen, oder es muss verboten werden.”

Der Straße ist es anzusehen, dass tagtäglich zig Laster darüber fahren, denn sie ist für diesen Verkehr gar nicht ausgelegt. Die Konsequenz: Straßenränder sind abgesenkt, Randsteine sind beschädgt, Gullydeckel sind gerissen und liegen deutlich tiefer. „Diese Schäden sind auf das hohe Gewicht der Lkw zurückzuführen”, sind die Anwohner überzeugt. Natürlich muss auch die Feuerwehr häufiger ausrücken, wenn Betriebsstoffe ausgelaufen sind.

Gespräch im Januar

Die Eschweiler CDU hat sich des Themas angenommen und fordert das Ordnungsamt der Stadt auf, ein erneutes Gespräch mit den Anwohnern zu suchen. Es gibt einiges zu besprechen. So ist den Anwohnern aufgefallen, dass deutsche Lkw-Fahrer belangt werden, wohingegen Fahrer aus anderen Ländern unbehelligt davonkommen. Der Wunsch der Anwohner, „für die Einhaltung der Ordnung zu sorgen”, betreffe schließlich alle.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Bernd Schmitz hat sich in dieser Woche noch einmal mit den Anwohnern unterhalten und sich vor Ort umgesehen. Auch er sieht das Ordnungsamt in der Pflicht. Allerdings schränkt der Christdemokrat ein: „Ich denke, es ist keine kommunale Aufgabe, an dieser Stelle einen Park-&-Ride-Platz für Lkw zu schaffen.” Allerdings erneuert er das Verständnis für die Anwohner, die zum Teil dort auch leben: „Wenn nachts eine Lkw-Standheizung anspringt und man deswegen aus dem Schlaf gerissen wird, dann ist das nicht zu dulden.” Dann bleibe nur eine völlige Sperrung der Straße für Lkw. Wohlwissend, dass sich das Problem dann in eine andere Straße verlagert.

Es droht also Ärger unterm Weihnachtsbaum, denn einige Anwohner haben bereits einen Anwalt mit ihren Interessen betraut. Der soll auch prüfen, ob die ständigen Behinderungen auf der Straße nicht zu einem finanziellen Verlust geführt haben. Manche Gewerbetreibende dort sprechen von bis zu 30 Prozent Einbußen, weil ihre Zufahrten nicht erreichbar sind.

Bernd Schmitz ist sich darüber im Klaren, dass das Ende der Geduld erreicht ist: „Ein weiteres Vertrösten oder Aussagen, es erstmal prüfen zu wollen, führen hier nicht weiter. Wir erwarten Lösungen, die den Gewerbetreibenden helfen.” Deswegen setzen die Christdemokraten ein klares Zeitfenster: Ende Januar sollen die Ergebnisse der Gesprächsrunde den Kommunalpolitikern mitgeteilt werden.
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