Rotes Kreuz und Technisches Hilfswerk trainieren gemeinsam

Von: vr
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Übten gemeinsam und lernten voneinander: die jungen Ehrenamtler von DRK und THW. Foto: Volker Rüttgers

Eschweiler. Komplizierter Motorradunfall mit mehreren Beteiligten. Das Deutsche Rote Kreuz trifft am Ort des Geschehens ein und kann aufatmen, denn die Kollegen vom Technischen Hilfswerk sind bereits vor Ort und haben mit der Bergung der Verletzten begonnen. Erleichterung deshalb, weil sie wissen, dass die Bergung der Unfallopfer zügig, fachkundig und vor allem den möglichen Wirbelverletzungen gerecht erfolgt.

Erleichterung auch deshalb, weil auf beiden Seiten der Hilfsorganisatoren das Wissen um den Einsatzbereich des anderen vorhanden ist, das Wissen um Überschneidungen, das Wissen um Grenzen und somit eine optimale Zusammenarbeit zustande kommt.

Dieses perfekte Einsatz-Szenario erfordert gemeinsames Lernen. Die Jugendlichen beider Organisationen treffen sich aus diesem Grunde in diesem Monat sechs Mal zu gemeinsamen Trainings- und Übungseinheiten, um mehr übereinander zu erfahren, vor allem aber voneinander zu lernen.

„Heute zusammen lernen, morgen gemeinsam helfen“ steht als Motto für das, was das Eschweiler Jugendrotkreuz und die THW-Jugend erstmalig miteinander veranstalten, mit dem Ziel, Synergien im Einsatz zu schaffen.

Auf den Vorschlag von THW-Gruppenführer Markus Schmidt wurde beim letztjährigen Jahresabschluss des Deutschen Roten Kreuzes in Eschweiler die Idee geboren, einmal gemeinsame Unterrichtstage anzubieten, um mehr über den Aufgabenbereich und auch die Anforderungen der jeweiligen Partnerorganisation zu erfahren.

So zeigen die „Blauen“ (THW) den „Roten“ (DRK) den Umgang mit verschiedenen Leiter-Techniken, wie Personen aus unterschiedlichen gefährlichen Situationen geborgen werden können und wie das Einbinden auf die Trage oder aber der Transport im Rettungstuch vonstatten geht.

Auf der anderen Seite werden die THW-Jugendlichen von ihren Kollegen des Jugendrotkreuzes in die Erstversorgung Verletzter, Reanimationsübungen, aber auch in der Kommunikation mit anwesenden Laienhelfern geschult.

Schnell wurden bei den 14 Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 17 Jahren Grenzen und Ressentiments abgebaut, das Verständnis vor allem für die Anforderungen der anderen Organisation im Einsatzfalle hingegen wuchs.

Sascha Fischer und Soraya Widjaja-Wong als Leiter des Jugendrotkreuzes sowie Marc Amann und Laura Saro auf Seiten des THW zeigten sich bereits nach der ersten gemeinsamen Übungseinheit über die konstruktive Stimmung in der Gruppe beeindruckt.

Natürlich darf bei aller ernsten Theorie nicht der Spaß am gemeinsamen Training fehlen, schließlich absolvieren die jungen Ehrenämtler die sechs Unterrichtseinheiten, davon eine ganztägig, freiwillig und opfern dafür ihre Freizeit.

Doch spätestens bei der gemeinsamen Abschlussübung im Stolberger Auenland am ersten Oktoberwochenende dürfte allen Beteiligten der Wert dieser Aktion bewusst werden. Eine Wiederholung dieser Aktion ist auf jeden Fall schon jetzt gewünscht.

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