Rolf Heimann: Klangreise ins Mississippi-Delta

Von: vr
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Professor Bottleneck, der „Ry Cooder des Niederrheins“, hielt am Samstag im „Schneckes“ an der Grabenstraße eine „Roots-Blues-Vorlesung“ der Extraklasse. Foto: Volker Rüttgers

Eschweiler. „Ich würde gerne noch ein, zwei Songs spielen, wenn ihr wollt“, sympathisch und bescheiden wirkt der Mann mit dem tief ins Gesicht gezogenen Hut, der Dobro-Steel-Gitarre in der Hand und der Mundharmonika spielbereit vor dem Mund gespannt. Dabei war es kein geringerer als der „Ry Cooder des Niederrheins“, der am Samstagabend im „Schneckes“ für feinste Roots-Blues-Töne sorgte: Professor Bottleneck – mit eigentlichem Namen Rolf Heimann.

Dass die Pausenmusik etwas zu lang aus den Boxen der Szenekneipe lief, störte den Musiker kaum, der wie der Inbegriff des Bluesman aussieht und vor allem auch so klingt.

Kaum hatte er auf dem Hocker in der Ecke neben dem Dartautomaten wieder Platz genommen, schon erklang Robert Johnsons „Sweet Home Chicago“. Dank der Kontaktaufnahme durch „Schneckes“-Wirt Willi Meier konnten sich die Kneipenbesucher am Samstagabend über ursprünglichen Delta-Blues und jede Menge Songs eines Muddy Waters, John Lee Hookers oder Blind Willi Johnson freuen.

Professor Bottleneck, der seit Jahrzehnten zu den führenden Roots-Bluesmusikern Deutschlands gehört und 1996 wie 1998 selbst in den Südstaaten der USA für Begeisterung sorgte, liebt die dichte Atmosphäre eines Pub-Abends mit Freunden der Bluesmusik – eine Kombination, die unüberhörbar nach Wiederholung schreit.

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