Röthgen: Jeder Arbeitstag beginnt mit Warterei an der Schranke

Von: pan
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Warten ist angesagt: Vor allem
Warten ist angesagt: Vor allem im Berufsverkehr staut sich der Verkehr am Bahnübergang Jägerspfad. Gleiches blüht den Röthgenern an der Talstraße. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Wer in Röthgen und zudem noch an der Bourscheidtstraße wohnt, der muss tagtäglich Geduld beweisen. Allmorgendliche Staus gehören zum Alltag.

Muss man nämlich Richtung Stolberg oder sogar Aachen zur Arbeit, dann bleibt vielen Röthgenern nur ein großer Umweg oder eben langes Warten: an der Schranke Jägerspfad oder an der Einmündung der Talstraße auf die Röthgener Straße.

„Ich habe schon fast 30 Minuten an der Bahnschranke gestanden, weil nichts mehr ging”, schimpft Dieter Bindels. Er wohnt zwar an der Wilhelmstraße, aber einen ungehinderten Weg zur Arbeitsstelle verhindert in seinen Augen die „unsinnige Verkehrsplanung”. Zwischen Bourscheidt- und Röthgener Straße ist die Burgstraße nur noch in einer Richtung befahrbar. Und zwar Richtung Röthgener Burg.

Die Hauptbahnstrecke Aachen-Köln durchschneidet Röthgen im Süden, im Norden rollt die Euregiobahn über die Gleise. Die Konsequenz in beiden Himmelsrichtungen die gleiche: Regelmäßig staut sich der Verkehr an den herabgelassenen Schranken.

Für Bindels kommt zudem noch ein weiteres Problem hinzu: Die Schrankenschließzeiten am Bahnübergang Jägerspfad seien sehr unterschiedlich. „Das ist offensichtlich abhängig davon, wer im Turm über den Bahnübergang wacht.” Dem widerspricht natürlich die Deutsche Bahn, die von „klaren Vorgaben” schreibt, wonach sich Schranken zu öffnen und zu schließen haben.

Dass es zu unterschiedlichen Zeiten komme, schließt das Unternehmen allerdings nicht aus. Allerdings liege das auch daran, wie groß das Aufkommen an Güterverkehr sei. Müssen viele Züge abgewickelt werden, dann muss die Schranke länger unten bleiben - und die Autoschlange vor der Barke ist umso länger.

Die Verkehrsregelung in seinem Stadtteil versteht Bindels dennoch nicht: „Es kann doch nicht gewollt sein, dass viele Menschen mitten durch die Stadt fahren müssen, um zur Autobahn zu gelangen, oder einen Bogen über Hastenrath nehmen müssen, um Stolberg zu erreichen?!”

Verschärft wird die Situation in naher Zukunft noch, wenn die Bourscheidt­straße einen neuen Kanal erhält und der Kreisverkehr am Knotenpunkt Talstraße/Röthgener Straße gebaut wird. „Ich bin sehr gespannt, wie die Stadt das regeln möchte”, so Bindels. Auch die Pläne, den Bahnübergang Jägers-pfad dauerhaft zu schließen, lassen seine Sorgenfalten größer werden: „Dann müssen alle über die Talstraße.”

In seinen Augen muss die Verkehrsplanung in Röthgen neu geordnet werden. Auch an den Straßen selbst liegt einiges im Argen: „Die Bordsteinkanten sind teilweise zu hoch, da kommt kein Gehbehinderter drüber.” Er hofft wie viele Röthgener, dass die Kommunalpolitiker reagieren.
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