Röher Stimmen für den Frieden

Von: vr
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Der Frauenchor Röhe erinnerte auch an den gerstorbenen Organisten Franz Surges, der dies Veranstaltung ins Leben rief. Foto: Rüttgers

Eschweiler. „Die Welt ist aus den Fugen geraten.“ Bürgermeister Rudi Bertrams Feststellung ist nicht erst durch die jüngsten Nachrichten aus Aleppo oder Berlin traurige Gewissheit. Umso mehr sei es wichtig, ab und zu einmal inne zu halten und sich seines Glücks ebenso wie seiner Verantwortung benachteiligter Mitmenschen gegenüber bewusst zu werden.

Hierzu bot der Frauenchor Röhe mit dem vorweihnachtlichen Konzert beste Gelegenheit.

Die ausgewogene Mischung aus klassischen Weihnachtsliedern wie „Macht hoch die Tür“ oder „Tochter Zion“ und modernen Christmassongs ließen das Weihnachtskonzert in der stimmungsvoll beleuchteten Röher Pfarrkirche zum Genuss werden. Der Röher Frauenchor erinnerte mit „Winterliches Schweigen“ und „Markt und Straßen steh‘n verlassen“ an den im letzten Jahr plötzlich gerstorbenen Eschweiler Organisten Franz Surges, welcher vor Jahren dieses Wohltätigkeitskonzert ins Leben gerufen hatte.

Der Chefarzt der Urologie und Kinderurologie des St. Antonius-Hospitals, Professor Joachim Steffens war eingeladen, um über seine Arbeit im Friedensdorf Oberhausen zu berichten. Dort operiert und therapiert der Eschweiler Mediziner Kinder aus Kriegsgebieten und ermöglicht ihnen eine mobile Rückkehr in ihre Heimat. Unterstützt werden er und die Friedensdorf-Mitarbeiter durch Spenden, die auch im Rahmen des Konzerts eingesammelt wurden.

Während das Bläserensemble des Eschweiler Feuerwehrorchesters zum Mitsingen animierte und eine festliche Interpretation von „Hark! The Herald Angels Sing!“ darbot, begeisterte Jonas Krahl am Saxophon mit „Have yourself a merry christmas“ sowie dem „Little Drummer Boy“. Kristofer Kiesel an der Orgel, Barbara Lietz an der Querflöte und Eva Krahl an der Truhenorgel färbten das Konzertbild mit der Filmmusik zu „Die fabelhafte Welt der Amelie“ und „The first noel“ mit weiteren bunten Musiktupfern, so dass das Wohltätigkeitskonzert die ganze Vielfalt der weltlichen und kirchlichen Weihnachtsmusik andeutete.

Verantwortung übernehmen

„Wir müssen Verantwortung übernehmen, dass Kinder ihre Eltern nicht mehr verlieren“, Bürgermeister Rudi Bertram las die Geschichte eines Vaters, der in Kriegszeiten beim Durchmarsch durch seinen Ort kurz heim und dann nie wieder zurückkehrt, vor und appellierte eindringlich an die Friedens- und Fürsorgepflicht jedes einzelnen. Und das nicht nur in der Weihnachtszeit, denn „Je mehr wir für andere brennen, umso heller wird es in uns“, so Kaplan Andreas Züll.

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