Röher Sportplatz: 2014 wird wieder gekickt

Von: Tobias Röber
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Sind zufrieden mit dem Fortschritt: Dieter Büttgen (links) und Hans-Jürgen Krieger vom „Förderverein Sportplatz Röhe“. Auf einem Hinweisschild bittet der Verein darum, den Platz in den kommenden Wochen nicht zu betreten. Einige der Schilder werden immer wieder entfernt. Foto: Tobias Röber
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Sind zufrieden mit dem Fortschritt: Dieter Büttgen (links) und Hans-Jürgen Krieger vom „Förderverein Sportplatz Röhe“. Auf einem Hinweisschild bittet der Verein darum, den Platz in den kommenden Wochen nicht zu betreten. Einige der Schilder werden immer wieder entfernt. Foto: Tobias Röber
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Sind zufrieden mit dem Fortschritt: Dieter Büttgen (links) und Hans-Jürgen Krieger vom „Förderverein Sportplatz Röhe“. Auf einem Hinweisschild bittet der Verein darum, den Platz in den kommenden Wochen nicht zu betreten. Einige der Schilder werden immer wieder entfernt. Foto: Tobias Röber

Eschweiler-Röhe. Der nächste Schritt ist gemacht. Der einstige Röher Sportplatz ist seiner ursprünglichen Nutzung wieder ein Stück nähergekommen: Neuer Rasen wurde eingesät. Im kommenden Jahr sollen Kinder und Jugendliche also wieder auf Rasen spielen können. Und es gibt weitere Pläne.

Die Bagger sind in dieser Woche angerollt und haben in einem ersten Schritt 1000 Kubikmeter Lössboden auf dem Platz verteilt. Der Boden wurde von RWE Power zur Verfügung gestellt. Der Boden wurde eingeebnet, und Rasen wurde gesät. Das habe man jetzt noch machen müssen, damit der Rasen noch beginnen könne zu wachsen, erklärt Dieter Büttgen, Vorsitzender des „Fördervereins Sportplatz Röhe“. Damit stehe den Röher Bürgern im kommenden Jahr wieder ein Sportplatz und auch Platz der Begegnung zur Verfügung. Einst gab es in Röhe drei Sportplätze.

Betritt man den Platz von der Erfstraße aus, soll die vordere Platzhälfte zum Ballspielen dienen. Auch ein Festzelt soll Platz finden. Der Maiclub Röhe ist nach einigen Jahren in der Mehrzweckhalle wieder auf den Sportplatz zurückgekehrt. Zudem sollen Bänke aufgestellt werden, ein Beachvolleyballfeld ist ebenso geplant wie eine Boulebahn. Die Flächen für diese beiden Projekte sind bereits abgesteckt.

Weitere 15.000 Euro

Das kostet selbstredend Geld und nicht gerade wenig. Auf rund 16.000 Euro beziffert Dieter Büttgen die Kosten, die im ersten Schritt – sprich Transport des Bodens, Einebnung und Einsäen des Rasens – entstanden sind. Diese Summe hat der Verein dank Spenden und Sponsoren vorfinanziert, in der Hoffnung, dass weitere Finanzspritzen folgen.

Für das avisierte Beachvolleyballfeld, die Bouleanlage und die Bänke rechnet der Förderverein mit weiteren Kosten in Höhe von 15.000 Euro. Die Sprunggrube soll ebenfalls „reaktiviert“ werden, betont Büttgen. So soll wieder Schulsport in Röhe stattfinden können, inklusive Bundesjugendspielen. Dafür mussten die Mädchen und Jungen in den vergangenen Jahren nämlich mit Bussen ins Waldstadion gefahren werden, für die Bundesjugendspiele und für die Vorbereitungen.

Mit Hammer und Meißel

Ein weiteres Projekt ist die kleine Garage am Rand des Feldes. Deren Dach wurde mit Hammer und Meißel beschädigt, soll jetzt jedoch repariert werden. Zudem soll die Garage wieder ein Tor erhalten.

Da der Rasen jetzt eingesät wurde, wird das Martinsfeuer in diesem Jahr ausnahmsweise auf einem anderen Feld stattfinden. Ein Landwirt hat ein Feld in der Nähe des evangelischen Friedhofs zur Verfügung gestellt. Im kommenden Jahr soll das Martinsfeuer wieder auf dem Röher Sportplatz entzündet werden.

Was für viele gut klingt, sehen aber nicht alle Röher so. Es gibt auch Gegner der Nutzung als Sportplatz. So war ursprünglich auch ein Basketballfeld auf dem von der Erfstraße aus gesehen hinteren Teil des Platzes vorgesehen. Das ist vorerst ad acta gelegt. Anwohner hatten zu viel Lärm befürchtet, erklärt Büttgen. Hans-Jürgen Krieger, Geschäftsführer des Fördervereins, sagt dazu: „Es ist ein Sportplatz. Würde ein Verein hier spielen, gäbe es auch Lärm.“

Für den Förderverein war wichtig, auf dem Platz jetzt aktiv zu werden. In den vergangenen Wochen hatten bereits einige der inzwischen 70 Vereinsmitglieder angepackt und geholfen, den Sportplatz von Unrat zu befreien.

Nun hoffen Büttgen, Krieger und ihre Mitstreiter, dass der Platz unversehrt bleibt, damit der Rasen in Ruhe wachsen kann. Dafür haben sie Flatterband und Hinweisschilder aufgehängt. Beides wurde bereits zumindest teilweise von Unbekannten entfernt.

Dennoch sei die Zustimmung innerhalb Röhes groß, sagt Büttgen und ergänzt: „Wir haben es geschafft, die Pläne für einen Solarpark abzuwenden, und hier mehrheitlich etwas Gutes hinzubekommen.“

Im Frühjahr 2012 hatte die Stadtverwaltung ihr Vorhaben vorgestellt, den Sportplatz in einen Solarpark umzuwandeln. Anfang 2013 nahm sich der IG der Röher Ortsvereine dem Thema an und sammelte unter anderem Unterschriften gegen den geplanten Solarpark. Im Mai dieses Jahres wurden die Pläne vorerst auf Eise gelegt. Vorerst bedeutet: Passiert in Röhe auf dem Sportplatz nichts, soll der Umbauplan in drei Jahren wieder auf die Tagesordnung kommen. Passiert ist danach einiges: Im Juni wurde der Förderverein gegründet, jetzt sind die Bagger angerollt. Dieter Büttgen & Co. hoffen, dass .

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