Röhe soll für Menschen mit Handicap attraktiver werden

Von: cheb
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Vorsichtig geht es mit dem Rollstuhl hinunter zur vielbefahrenen Aachener Straße. Besonders im Berufsverkehr keine einfache Situation für die Familie Breuer. Foto: Christian Ebener

Eschweiler-Röhe. Wer sich ganz normal durch Röhe bewegt, wird es kaum bemerken, Menschen mit Handicap stellt es jedoch vor große Probleme: Der Stadtteil leidet unter der ein oder anderen Problemstelle. Das stellte auch SPD-Stadtrat Klaus Fehr bei einer Ortsbegehung fest.

In den nächsten Jahren soll unter dem Motto „Röhe Barriereärmer“ deshalb einiges passieren im Westen der Indestadt. Der Anstoß kam von der Familie Breuer, die täglich – durch die Angewiesenheit auf einen Rollstuhl – mit den Hürden konfrontiert ist. Zusammen mit Cem Gökce (Quartiersentwicklung Seniorenwegweise), Lisa Trienekens (Abteilung Planung und Entwicklung), Peter Toporowski (Seniorenbeauftragter), Norbert Buhl (Vorsitzender Behindertenbeirat), Brigitte Priem (Behindertenbeirat), Edeltraud Lindner (stellvertretende Vorsitzende SPD Mitte), René Trott (Pressebeauftragter SPD Mitte) und der Familie Schiffeler ging es durch Röhe.

Bereits am Startpunkt – der Kirche – das erste Problem: Der Bordstein ist nicht genug abgesenkt, der Rollstuhl muss rückwärts vorsichtig über die Aachener Straße geschoben werden. Dazu kommt der starke Verkehr, der häufig für lange Wartezeiten sorgt. Eine Ampel ist jedoch nicht möglich, da dort „zu wenig [Fußgänger]verkehr“ herrsche, wie Fehr erklärt.

Weiter geht es hinunter zur Schulstraße. Die Einbiegung ist nicht nur unübersichtlich, durch fehlende, abgesenkte Bordsteine, muss Familie Breuer hier zum Beispiel erst zurück auf die andere Straßenseite und dann auf Höhe der Bäckerei wieder die Aachener Straße queren – nicht nur umständlich, sondern auch sehr gefährlich. Die Schulstraße steht symptomatisch für die vorhandenen Schwierigkeiten: Die Straße verfügt aufgrund der alten, engen Bebauung teilweise über keinen Fußgängerweg, zudem sorgt die Hanglage wie in vielen Straßen Röhes für eine Schieflage, die besonders Rollstuhlfahrern zu schaffen macht.

Auch die Erfstraße entlang der Schule verfügt nur über einen engen Gehweg. Wenn hier eine Straßenlaterne oder eine Mülltonne im Weg steht, kann das Menschen mit Handicap oft vor Probleme stellen. Entlang des Rinkensplatz ging es dann zur Kreuzung Röher Straße/Aachener Straße.

Hier fallen gleich mehrere Stellen ins Auge: Der Gehweg entlang der Pizzeria ist sehr schmal, nach links zur Röher Straße steht ein Pfahl genau in der Mitte und der Bordstein ist nicht abgesenkt. Dazu kommt abermals der starke Verkehr und keine Möglichkeit die Straße durch eine Ampel oder Zebrastreifen besser zu passieren. Eine Situation, die gehandicapte Menschen vor „eine mentale und physische Belastung stellt“, wie Peter Toporowski anmerkt.

Auf dem Weg hinauf zurück zur Röher Kirche geht es vorbei an der einzigen Bank in Röhe – die jedoch für Menschen mit Behinderung kaum erreichbar ist. Der Bordstein ist zu hoch, durch die Einbiegung der Schulstraße und des Rinkensplatzes ist kaum ein Weg möglich.

Für Fehr ist es besonders wichtig, durch diese Ortsbegehung eine „Sensibilisierung“ zu schaffen, um in den Fachausschüssen erreichen zu können, dass die „kleineren und größeren Problemstellen angegangen werden“, wie er zum Abschluss erklärte.

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