Rockröhre Kirsten hat den Blues im Blut

Von: lbe
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Legten während ihrer ersten D
Legten während ihrer ersten Deutschlandtournee einen Zwischenstopp in der Indestadt ein: Kirsten Thien und Band begeistern im Kulturzentrum Talbahnhof. Foto: Laura Beemelmanns

Eschweiler. Sie hat den weiten Weg von New York City hierher gefunden. Und es scheint so, als hätten ihre Eltern sie seit frühester Kindheit darauf vorbereitet. Denn Kirsten Thien kam in einer amerikanischen Militärbasis in Berlin zur Welt.

Damit sie ein klein wenig der deutschen Sprache mächtig wurde, brachten ihre Eltern ihr einige Sätze bei. So auch: „Können Sie mir sagen, wo der Bahnhof ist?” „Sie haben den Bahnhof gefunden”, schallte es aus den Reihen.

Denn die Kirsten Thien Band trat im Rahmen der Blues meets Rock-Reihe genau dort auf - im Talbahnhof. Aufgewachsen ist die zierliche Frau mit der grandiosen Stimme und den feuerroten Locken in Maine, USA. Sich selbst, zwei E-Gitarren, Schlagzeug und ihre Akustik-Gitarre - das ist alles, was sie braucht.

Und sie lebt die Musik. Auch wenn der Talbahnhof leider ein wenig leer gefegt erschien und jeder Gast einen Stehtisch für sich allein hatte, rockte sie die Bühne, wie es sich für eine Rockröhre gehört. In schwarze, leicht zerrissene Jeans gehüllt, mit einem schwarzen Shirt und einem bunten Tuch, das sie um ihre Taille gebunden hatte, beanspruchte sie wenig Platz für sich, doch ihre Wirkung glich der eines Rockstars.

Sie singt eigene Songs wie „Nobody has ever loved me like you do” und die von Freunden. Sie sagt, sie spielt Blues, Country und Soul, weil sie im richtigen Alter dafür ist - „the morning I woke up knowing I was too old for pop”. Sie zeigte ein Potpourri aus verschiedenen Stilen, gemixt und klangvoll kombiniert. Das Publikum liebte sie, und sie liebte ihr Publikum, das sie nicht nur mit einer exzellenten Stimme, sondern auch einem durchweg strahlenden Lächeln belohnte. Ihr bleibt zu wünschen, dass der Talbahnhof bei der nächsten Tour aus allen Nähten platzt.

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