Eschweiler - Roberto Capitoni: Halb Italiener, halb Schwabe, voll lustig

Roberto Capitoni: Halb Italiener, halb Schwabe, voll lustig

Von: vr
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Roberto Capitoni war mit seinem Programm „Ein Italiener kommt selten allein“ im Talbahnhof.

Eschweiler. Der weise Onkel Luigi, der fleißige Papa, das pubertierende Töchterlein und natürlich „Maaama“ – Roberto Capitoni hatte sie alle bei seinem Talbahnhof-Auftritt im Gepäck, denn was dem Deutschen sein Auto und Haustier, ist dem Italiener „la familia“.

„Ein Italiener kommt selten allein“, der Programmtitel stand Pate für einen höchst vergnüglichen Auftritt des Comedians, seines Zeichens ein Meister der Gestik und Mimik.

Als Halb-Italiener-halb-Schwabe gerät Capitoni immer wieder in sinnkrisenartige Konflikte, wenn er auf sich auf der einen Seite um die schwäbische Flatrate bemüht („Kannst du mir mal dein Handy leihen?“) und andererseits mit „viel Schmalz von die Herze“ seiner einzig wahren Leidenschaft, der „amore“, frönt. Dass er wegen seiner vielen Vornamen im Taufbecken das Seepferdchen machen konnte und sein Onkel Luigi aus Palermo weiß, wie jedem Problem zu begegnen ist, „Ganz einfach, Roberto, du müsst es lösen!“, sind nur zwei Klischees, die der Comedian nur zu gerne bedient, um dann wieder von den ganz alltäglichen Sorgen eines schwäbischen Familienvaters zu berichten.

Bata Ilic im Auto

Wie bestellt man im Handumdrehen eine Familienkonferenz ein? Ganz einfach die Stromverbindung des WLAN-Routers unterbrechen.

Wie rächt sich der zum Chauffeur verkommene Papa an der schwerst pubertierenden Tochter? Einfach mal Bata Illic im Auto erklingen lassen und lauthals mitsingen, während sich Tochter nebst Freundinnen auf der Rückbank fremd schämen.

Und kann der italienische Mann eigentlich treu sein? Natürlich – seinem Fußballverein. Roberto Capitoni hat auf fast alle Lebenslagen und -fragen die richtigen, weil pragmatischen Antworten. Mit einer breiten Mimik-Palette à la Marlon Brando bis Louis de Funes unterhielt der gebürtige Allgäuer sein Talbahnhof-Publikum am Freitagabend ausgezeichnet.

Und eines ist seit diesem Abend jetzt auch gewiss: „Jesus war Italiener. Er hat bis 30 bei seiner Mutter gewohnt, hält seine Mutter für eine Jungfrau, die ihren Sohn wiederum wie jede italienische Mama für Gott hält. So „dolce“ kann das Leben sein, wenn Roberto Capitoni darüber erzählt.

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