Eschweiler - Rettungsdienst kostet Millionen, aber teurer wird es nicht

Rettungsdienst kostet Millionen, aber teurer wird es nicht

Von: Rudolf Müller
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295 Euro berechnet die Stadt für einen Rettungswagen-Einsatz – und das seit vier Jahren. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Rund um die Uhr sind sie einsatzbereit, die beiden RTW der Eschweiler Feuerwehr. RTW, das steht für Rettungswagen, Fahrzeuge, die mit medizinischer Hightech-Ausstattung in der Notfallrettung unterwegs sind. 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.

Hinzu kommen zwei KTW, sprich: Krankentransportwagen. „Florian Eschweiler KTW 1“ ist montags bis freitags je zwölf Stunden täglich einsatzbereit, „Florian Eschweiler KTW 2“ ist wochentags an neun sowie samstags an sieben Stunden im Einsatz.

Das kostet. Und wird zum Großteil über Gebühren finanziert, die die Nutzer der Einsatzfahrzeuge, also Patienten bzw. deren Versicherungen, zu tragen haben. Am kommenden Mittwoch befasst sich der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats mit den Kosten des Rettungsdienstes und der Gebührenberechnung 2017.

Gebühren, so schreibt das Kommunalabgabengesetz vor, müssen grundsätzlich kostendeckend sein. Und das ist beim Rettungsdienst in diesem Jahr auch ohne eine Erhöhung der Gebühren gewährleistet, sagt die Stadt.

Zuletzt waren die Gebühren im März vergangenen Jahres angepasst worden. Damals sank der Satz für den Standardeinsatz eines KTW von 170 auf 164 Euro. Die Gebühren für den RTW-Einsatz wurden zuletzt im April 2013 geändert. Betrugen sie bis dahin 271 Euro, so sind es seither 295. „Die Gesamtsituation, was insbesondere die Erträge und Aufwendungen betrifft, gestaltet sich weiterhin so stabil, dass die Gebühren unverändert beibehalten werden können“, heißt es seitens der Verwaltung.

Zwar geht die Stadt von einer Steigerung der gebührenrelevanten Kosten des Rettungsdienstes in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr um knapp 44.000 Euro aus. Doch das soll durch höhere Einsatzzahlen vollständig kompensiert werden. Die Stadt geht von einer Steigerung der Einsatzzahl um 150 aus.

Die Zahl der Krankentransporte soll dagegen sinken. Die daraus resultierenden Mindereinnahmen sollen durch eine Überdeckung aus dem Vorjahr aufgefangen werden. Insgesamt geht die Wehr für das laufende Jahr von 9100 Einsätzen aus – 5150 Rettungs- und 3950 Krankentransporteinsätze

3,9 Millionen Euro fürs Personal

59 Rettungsassistenten und Rettungssanitäter waren im Jahr 2015, auf dessen Ergebnis die Kalkulation für 2017 basiert, bei der Wehr beschäftigt. Nicht alle waren nur dazu da, die ständige Verfügbarkeit des Rettungsdienstes zu gewährleisten: Die bei der Feuerwehr beschäftigten hauptamtlich beschäftigten Einsatzkräfte sind alle ausgebildete Rettungsassistenten bzw. -sanitäter. 58 von ihnen sind Beamte, einer ist Angestellter.

Die Gesamtpersonalkosten für das laufende Jahr – ausgehend von 63,5 Beamten- und einer Angestelltenstelle sowie einer Personalkostensteigerung von 1,75 Prozent – beziffert die Stadt auf knapp 3,9 Millionen Euro. Davon entfallen auf den Rettungsdienst knapp 1,6 Millionen: 1,16 Millionen auf den Rettungsdienst, 440.000 Euro auf den Krankentransportdienst. Gut 60.000 Euro kommen für das Verwaltungspersonal hinzu, das zur Einsatzberechnung eingesetzt wird.

Für Fortbildung und Schutzkleidung der Einsatzkräfte gibt die Stadt in diesem Jahr knapp 42.000 Euro aus, für die Unterhaltung der Geräte, Fahrzeuge und Ausstattung gut 85.000. Für die Beschaffung von Geräten sind 8000 Euro angesetzt, für medizinisches Verbrauchsmaterial 52.000 und für sonstige Geschäfts- und Betriebskosten 26.300 Euro.

2,17 Millionen der Gesamtausgaben sollen durch Einsatzgebühren gedeckt werden.

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