Eschweiler-Mitte - Respekt zeigen: Das Motto der Sternsinger

Respekt zeigen: Das Motto der Sternsinger

Von: zsa
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In der Aussendungsmesse der Sternsinger von St. Peter und Paul segnete Kaplan Andreas Züll die Sterne, die Kreide, den Weihrauch, die Spendenbüchsen und auch die Sternsinger selbst. Foto: Sandra Ziemons

Eschweiler-Mitte. Mit einer heiligen Messe feierte die Pfarrgemeinde St. Peter und Paul nun die Aussendung ihrer Sternsinger. Bis einschließlich Mittwoch werden rund 24 Mädchen und Jungen zusammen mit ihren Betreuern von Haus zu Haus ziehen und Geld für karikative Projekte sammeln.

In seiner Predigt ging Kaplan Andreas Züll, der den Gottesdienst stellvertretend für Pfarrer Datené zelebrierte, auf die Bedeutung der Zusammengehörigkeit und des Respekts gegenüber anderen Menschen ein.

„Wie fühlt es sich an, wie ein König oder eine Königin auszusehen?“, diese Frage stellte Kaplan Andreas Züll den vielen kleinen und auch schon etwas größeren Sternsingern in der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Sie trugen festliche Gewänder, Umhänge und Kronen. Kaplan Züll erklärte, dass es verschiedene Menschen gibt, die verschiedene Kleidung tragen. So kann man Polizisten, Feuerwehrleute und Ärzte beispielsweise an ihrer Kleidung erkennen. Aber auch zu bestimmten Anlässen, wenn man etwas Besonderes vorhat, zieht man sich anders an, wie am Samstagabend zur Prinzenproklamation in Eschweiler, sagte er.

Auch die beiden Jungen, die das diesjährige Plakat des Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ schmücken, kennen diese Erfahrung. Sie heißen Cristóbal und Ronald und leben in Bolivien. Auf dem Plakat tragen sie nicht ihre normale Straßenkleidung, sondern Ronald trägt ein Fußballtrikot und Cristóbal einen Poncho. So können sich auch andere Kinder weltweit mit diesen beiden identifizieren.

Dazugehören, Teil einer Gruppe zu sein, das sei wichtig, sagte Kaplan Züll. An ihrer Kleidung kann ab heute auch jeder die Sternsinger erkennen. Viele Menschen in Eschweiler würden sich auf den Besuch der Kinder freuen, führte er fort, sie werden ihnen die Türen öffnen und ihre Wohnungen segnen lassen.

„Öffnen Sie Herzen und Türen!“

„Segen bringen, Segen sein: Respekt für dich, Respekt für mich, für andere – in Bolivien und weltweit“ – das ist diesmal auch das Motto der Aktion Dreikönigssingen. In seiner Predigt wies Kaplan Andreas Züll daher auch auf den Respekt hin, den der Großteil der Eschweiler Bürger den Sternsingern entgegen bringen wird. Er ermunterte die Kinder aber auch gleichzeitig, sich von negativen Erfahrungen nicht entmutigen zu lassen. Wenn sie beispielsweise von Leuten vor den Kopf gestoßen werden, weggeschickt werden oder ihnen die Tür nicht geöffnet wird, sollen sie an die beiden Jungen auf dem Plakat denken und an die vielen Menschen, die freudig auf ihren Besuch warten.

Während des Gottesdienstes, der vom Kinderchor St. Peter und Paul unter Leitung von Jonas Nobis musikalisch mitgestaltet wurde, segnete Kaplan Andreas Züll die Kreide, den Weihrauch und die Sternsinger selbst. Eines der Kinder durfte auch den Segen an die Tür der Pfarrerei schreiben. Mit den Worten „Öffnen Sie die Türen und die Herzen unseren Kindern“ gab Kaplan Züll den Gottesdienstbesuchern stellvertretend für alle Bürger seinen Wunsch mit auf den Weg.

Im Anschluss an die Messe fanden sich alle Sternsinger von St. Peter und Paul im Kinder- und Jugendzentrum ein. Dort wurden sie teilweise noch mit ihren besonderen Kleidungsstücken und Accessoires sowie Informationsmaterial und Spendenbüchsen ausgestattet. Ein Team fleißiger ehrenamtlicher Helfer rund um Stefan Grüne und Werner Linnartz sorgt teilweise sogar schon seit drei Jahrzehnten dafür, dass die Kinder in Gruppen eingeteilt werden, ihren Sternsinger-Ausweis und ihre Routen erhalten und auch sonst umsorgt werden.

Auch wenn es mal doppelt so viele Sternsinger waren, freut sich Stefan Grüne darüber, dass dieses Jahr 24 Mädchen und Jungen samt ihren Betreuern loszogen, um den Segen Gottes zu den Menschen zu bringen und Geld für bedürftige Kinder zu sammeln.

Neben Projekten in Bolivien werden mit den Spenden aus Eschweiler unter anderem auch Bildungsprojekte in Bangladesch unterstützt. Stefan Grüne hofft, dass auch 2016 wieder mindestens 9000 Euro gesammelt werden können, aber natürlich gilt „je mehr, desto besser“. Die Sternsinger jedenfalls gäben sich immer besondere Mühe und versuchen, möglichst kein Haus auf ihren Routen unbesucht zu lassen.

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