Reservistentreffen: „Auf dem Donnerberg haben wir uns wohlgefühlt”

Von: -ph-
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Mehr als 100 Reservisten trafen sich im Unteroffiziersheim der Donnerberg-Kaserne, um die „gute alte Zeit” wieder aufleben zu lassen. Foto: Hartmann

Eschweiler. In der Donnerbergkaserne trafen sich über 100 Reservisten des Raketenartilleriebataillons 72. Manfred Romeike - Stabsfeldwebel a.D. - hatte sich als Organisator wieder um dieses beliebte Reservistentreffen gekümmert.

Er begrüßte im Sekundentakt seine ehemaligen alten Kameraden, die vor rund 50 Jahren ihren Dienst in der Donnerbergkaserne angetreten hatten und sich jetzt bereits zum zwölften Mal trafen.

Kontakte wurden gepflegt, Bilder vergangener Tage betrachtet, ein Filmvortrag aus der „guten alten Zeit” gezeigt, oder man unterhielt sich ganz einfach über die Jahre des Zusammenseins. Viele Kameraden erlebten den besonderen Augenblick, als Romeike ebenfalls die ehemaligen Kommandeure der Soldaten, Oberst a.D. Claus Richter und Oberst a.D. Achim Feist, in Empfang nahm.

Die Anfangszeit der Aufstellung sei eine schöne Zeit gewesen. Das hatte die Batterie des Bataillons so zusammengeschweißt, dass es heute noch zu Treffen der Kameraden kommt. In den Süden auf einen Truppenübungsplatz im bayrischen Grafenwöhr und in den Norden nach Bergen-Hohne hat es die Soldaten einmal im Jahr verschlagen, um mit den Raketen zu trainieren: „Das ist für uns Soldaten immer etwas ganz Besonderes” berichtet Romeike.

Aber nicht nur das hatten die Soldaten in bester Erinnerung. Kurios war zum Beispiel, dass Anfang der 70er Jahre ein lang geplantesgroßes Manöver ausfallen musste, da von 550 Soldaten 245 an Grippe erkrankt waren. Ins Gedächtnis gerufen wurde auch die Situation, als sich die Soldaten 1959 aufmachten, um im Norden ihre ersten Raketen abzuschießen.

Am Vortag lernten sie einen alten Schäfer kennen und luden ihn zu einem kräftigen Umtrunk ein. Die Folge war, dass der Schäfer am nächsten Tag seine Herde nicht mehr im Griff hatte. Als ihm gesagt wurde, dass das Schießen stattfinden sollte, schenkte der Schäfer den Soldaten seinen alten Hut, der immer dann vom Batteriechef aufgesetzt wurde, wenn es wieder nach Bergen-Hohne ging.

Die alten Kameraden, die auch durch Hausherr Oberstleutnant Jürgen Werner begrüßt wurden, saßen noch lange im Unteroffiziersheim der Kaserne zusammen und waren alle der Meihnung: „Auch nach über 50 jahren sind wir dicke Freunde geblieben und kehren immer wieder gerne zurück an den Ort, wo alles begonnen hat. Wir haben uns auf dem Donnerberg sehr wohl gefühlt. Hier waren wir zu Hause.”
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