Repowering: Energiekontor soll neues Konzept vorlegen

Von: pan
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Eschweiler. In der Sitzung des Planungs-, Umwelt- und Bauausschusses am Donnerstag wird nicht über das Aus der Windpark-Pläne auf der Halde Nierchen entschieden. Wie Bürgermeister Rudi Bertram am MIttwoch mitteilte, werde die entsprechende Vorlage von der Tagesordnung genommen.

Dies will der Verwaltungschef jedoch nicht als Eingeständnis von juristischen Fehlern verstanden wissen: „Wir haben die rechtliche Prüfung abgeschlossen und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Vorlage rechtlich sauber ist.“ Vielmehr wolle man dem Investor die Gelegenheit geben, sein Alternativkonzept vorzulegen, um darüber zu beraten. Im Februar des kommenden Jahres soll dann über das Repowering entschieden werden.

Laut Bertram hat der letzte Kontakt zwischen der Energiekontor AG und der Stadt Eschweiler sowie der Gemeinde Langerwehe am 21. Juni dieses Jahres in Langerwehe stattgefunden. In diesem Gespräch habe der Beigeordnete Gödde signalisiert, dass bei der aktuellen öffentlichen Diskussion keine politische Mehrheit für das Repowering zu bekommen sei. Seitdem habe es keinen Kontakt mehr gegeben.

Umso mehr zeigte sich die Stadtverwaltung von dem Schreiben der Energiekontor AG an die Eschweiler Grünen überrascht. Darin behauptet das in Bremen beheimatete Unternehmen, in den vergangenen drei Monaten signalisiert zu haben, dass man bereit sei, sowohl die Höhe als auch die Anzahl der Windräder zu reduzieren. Es soll ein Konzept bestehen. Dies, so betont Bürgermeister Rudi Bertram, sei der Eschweiler Stadtverwaltung nicht bekannt.

In der heutigen Sitzung will der Technische Beigeordnete Hermann Gödde ein Schreiben der Stadt Eschweiler den Kommunalpolitikern vorlegen, in dem die Energiekontor AG aufgefordert wird, die neuen Pläne vorzustellen. Danach soll die Politik dann eine Entscheidung fällen.

Den Vorwurf der Eschweiler Grünen, der Technische Beigeordnete Hermann Gödde habe die Kommunalpolitiker nicht ausreichend informiert und man könne nicht verlangen, dass Ratsmitglieder ins Rathaus kommen müssten, um die Einwände der Bürger zu sehen, lässt Bertram nicht unkommentiert: „Die Grünen waren sicherlich bei den drei Bürgerversammlungen anwesend und kennen die Argumente der Menschen in Weisweiler und Langerwehe.“

Dennoch will die Stadtverwaltung die zahlreichen Eingaben für die nächste Vorlage zum Repowering der Halde Nierchen beiheften. „Über 200 Seiten sind das“, sagt Bertram. Ob dies juristisch zwingend erforderlich ist, darüber streiten die Rechtsgelehrten.

Der Bauausschuss der Gemeinde Langerwehe ließ sich nicht von der aktuellen Diskussion beeindrucken und hat sich in seiner Sitzung am Dienstag gegen das Repowering ausgesprochen. Als Begründung wurden dort die massiven Bürgerproteste genannt. Die Grünen in Langerwehe stimmten gegen das Aus der Energiekontor-Pläne. Letztlich entscheidet der Rat der Gemeinde am kommenden Donnerstag.

Ob die Entwicklung in Eschweiler auch Einfluss auf das Votum in Langerwehe hat, ist nicht bekannt. Eines der geplanten vier Windräder soll auf dem Gebiet der Nachbargemeinde stehen.

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