Renommierte Wanderer zwischen Kunstwelten

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Stellt gemeinsam mit Koken Nom
Stellt gemeinsam mit Koken Nomura in Kürze in der Eschweiler Galerie Art Engert aus: der japanische Maler Masaki Yukawa.

Eschweiler. Unter dem Titel „Rund - Rondo” präsentiert die Galerie Art Engert die beiden japanischen Künstler Masaki Yukawa, Malerei, und Koken Nomura, Objekte.

Vernissage ist am Sonntag, 9. Oktober, um 17 Uhr, in der Galerie Art Engert an der Wilhelmstraße 73g. Die Einführung spricht der Kunsthistoriker Dr. Dirk Tölke.

Seit Jahren begleitet die Galerie den japanischen Maler Masaki Yukawa auf seinen Wegen zwischen den japanischen und den deutschen Kunstwelten. Zum ersten Mal zeigte die Galerie Art Engert die Arbeiten von Masaki Yukawa in der Region in einer großen Ausstellung in der Burggalerie Stolberg im März/April 2009 zusammen mit Skulpturen von Masaki Nakao. Und die Galerie hat mit ihm große Ausstellungen in Düsseldorf durchgeführt.

Der Künstler hat in den letzten Jahren international immer mehr Anerkennung erfahren. Vor allem in seinem Heimatland Japan wurde er zu Ausstellungen in Spitzenmuseen des Landes eingeladen, so unter anderem in das „The National Museum of Modern Art, Tokyo” in einer Gemeinschaftsausstellung mit Gerhard Richter und Palermo, und in das „Museum of Contemporary Art, Tokyo” , Man kann die Arbeiten von Masaki Yukawa aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten und einordnen. Unverkennbar ist seine Nähe zur japanischen Kultur, obgleich japanische Motive, wie wir Europäer sie zu kennen glauben, nicht sichtbar sind. Es ist mehr das Nichtvorhandensein von Räumlichkeit, von Vordergrund und Hintergrund, das Fehlen der Perspektive.

Bis 20. November

Es sind die im Raum schwebenden, elliptischen Formen, die ungewohnten Farbkompositionen, die bei uns Assoziationen zu japanischer Malkultur hervorrufen. Aber auch eine andere Annäherung, eine sehr europäisch beeinflusste Annäherung, an die Arbeiten von Masaki Yukawa erscheint möglich. Den Arbeiten von Yukawa fehlt jeder Bezug zur realen Welt. Seine Formen sind abstrakt, vorzugsweise Ellipsen und Rechtecke, in gewisser Weise konstruktiv einander zugeordnet, die nicht der Natur entlehnt sondern kunstvoll gemischt und miteinander komponiert sind. Manchmal hat man den Eindruck, als seien sie gemäß einem imaginären Regelbuch für abstrakte Malerei verfertigt, sehr westlich orientiert, Konstrukte des Kopfes und nur wenig von Empfindungen geleitet.

Masaki Yukawa, geboren 1966 in Wakayama, Japan, studierte von 1985 bis 1989 an der pädagogischen Fakultät der Universität Wakayama und anschliessend 1989 bis 1991 das Fach Kunsterziehung an der Pädagogischen Hochschule Osaka. Von 1991 bis 1996 absolvierte er an der Kunstakademie Düsseldorf das Studium der Malerei und war 1995 Meisterschüler von Prof. Jan Dibberts. Er lebt und arbeitet in Japan.

Koken Nomura, geboren 1948 in Takefu/Japan, machte 1971 einen Studienabschluss an der Kanagawa-Universität als Elektro-Ingenieur. Seit 1972 lebt er in Deutschland. 1980 bis 1987 studierte er an der Fachhochschule Köln für Kunst und Design freie Bildhauerei bei Professor Karl Burgeff. Er lebt und arbeitet in NRW.

Nomura zeigt eine dreiteilige Papierskulptur unter dem Titel „Post-Babel”. Diese spiralförmig angelegten Turmskulpturen nehmen Bezug auf den Turm von Babel. Der Versuch mit dem Bau des Turms Gott gleich zu kommen, endete in Sprachverwirrung. Um dies zu dokumentieren, baut Nomura seine Türme aus den Resten der Kommunikationsträger, aus Altpapier.

Die Ausstellung ist bis einschließlich Sonntag, 20. November, in der Galerie Art Engert zu sehen, dienstags bis freitags, jeweils von 14 bis 19 Uhr, und samstags nach Vereinbarung. Weitere Infos unter Telefon: 02403/504777.
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