Renata A. Thiele liest in der Buchhandlung „Oelrich & Drescher“

Von: ran
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Wo Nina Voss dies tut? Im von Renata A. Thiele verfassten Roman „Die verschollenen Noten“. Die Autorin war am Freitagabend im Rahmen der Reihe „Leseprofi live“ zum zweiten Mal zu Gast in der Buchhandlung Oelrich & Drescher, um in gemütlicher Atmosphäre und musikalisch unterstützt von Querflötistin Luisa Ciezarek ihren Zuhörern Einblicke in die Welt des „Beinahe-Krimis“ zu gewähren sowie ihnen die Kaiserstadt der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und der Gegenwart (noch) näherzubringen. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Die Reliquien von Kornelimünster hat Nina Voss, engagierte Stadtführerin in Aachen, inzwischen gefunden. Nun begibt sie sich auf die Spuren des berühmten Komponisten Frédéric Chopin, der während seines (verbürgten) Aufenthalts in Aachen während des Niederrheinischen Musikfestes im Jahr 1834 einer jungen Dame eine Komposition widmete.

Wo Nina Voss dies tut? Im von Renata A. Thiele verfassten Roman „Die verschollenen Noten“. Die Autorin war am Freitagabend im Rahmen der Reihe „Leseprofi live“ zum zweiten Mal zu Gast in der Buchhandlung Oelrich & Drescher, um in gemütlicher Atmosphäre und musikalisch unterstützt von Querflötistin Luisa Ciezarek ihren Zuhörern Einblicke in die Welt des „Beinahe-Krimis“ zu gewähren sowie ihnen die Kaiserstadt der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und der Gegenwart (noch) näherzubringen.

„In meinen Geschichten geht es nicht um Mord und Totschlag, selbst wenn auch diesmal eine Figur des Romans stirbt. Aber dabei handelt es sich nicht um Mord und der Tod ist nicht vergebens“, erklärt Renata A. Thiele, die ihre Werke irgendwo zwischen den Genres Krimi und historischer Roman einordnet, wobei auch die Liebe keinesfalls zu kurz kommt. Letzteres gilt definitiv im Hinblick auf Frédéric Chopin, „in den damals natürlich alle Frauen verliebt waren“, wie die Autorin unterstreicht.

Auch wenn der Stern des französisch-polnischen Musikgiganten zur Zeit seines Aachen-Besuchs noch nicht vollständig aufgegangen war. „Chopin hat tatsächlich viele seiner Werke bestimmten Personen gewidmet und ihnen Kompositionen geschenkt“, weist Renata A. Thiele auf sorgfältig recherchierte Wahrheiten hin. „Eines meiner Ziele war es, Chopin auch als Menschen und nicht ausschließlich als Ikone darzustellen!“

Und so widmet der Musiker auch der (erfundenen) 16-jährigen Claudine, Tochter des Tuchhändlers Pelzer, bei dem Chopin logiert, ein Werk. Die Notenblätter werden später innerhalb der Familie wie ein Schatz gehütet und von Generation zu Generation vererbt, bis sie in den Wirren des Zweiten Weltkriegs verloren gehen und bis in die Gegenwart scheinbar verschollen bleiben. Stadtführerin und Spürnase Nina Voss, die gerade eine neue Wohnung am Rande des Zentrums von Aachen bezieht, um dort ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen, wird von dieser ein- beziehungsweise überholt und in die „Schatzsuche“ hineingerissen.

Welche Rollen ihre durchaus eigenartigen neuen Nachbarn Markus sowie die zigarillo-rauchende, greifvogelgesichtige und geschätzt hundertjährige Wilhelmine Habicht, der Claudine-Nachfahre Professor Claude Bonnet aus Eupen, der alte Bekannte Christian Kaufmann und der geheimnisvolle Engländer Milton Benson spielen, verriet Renata A. Thiele mit ihren Leseproben selbstverständlich nur ansatzweise.

Drei Jahre ist es her, dass die aus Polen stammende Autorin, die wie ihre Hauptprotagonistin als Stadtführerin und darüber hinaus ebenso als Übersetzerin und Sprachdozentin in Aachen tätig ist, Nina Voss in ihrem Debütroman „Eine heilige Sache“ erstmals auf die Suche nach verschwundenen Dingen gehen ließ. „Dieses Erstlingswerk hat sie noch selbst herausgegeben und verlegt“, ließ Buchhändler Jörg Drescher wissen. Nach dem großen Erfolg hat Renata A. Thiele für den Folgeroman inzwischen einen Verleger gefunden.

„Und mit diesem habe ich schon einmal kleine Kämpfe auszufechten“, versicherte die Schriftstellerin augenzwinkernd. Dieser sei nämlich gar nicht so sicher, ob es das Genre „Beinahe-Krimi“ überhaupt gebe. „Doch ich bin eben nicht nur am Verbrechen interessiert, sondern lege mein Augenmerk auf die typischen Schwächen der Menschen und möchte ergründen, wie die menschliche Seele tickt“, so die Vorleserin, deren Lesung in der Buchhandlung Oelrich & Drescher von Luisa Ciezarek musikalisch großartig ergänzt wurde.

Unter anderem interpretierte die Querflötistin die Chopin-Werke „Grand Valse Brillant“ und „Nocturne opus 9“. Übrigens: Nina Voss wird weiterhin suchen und womöglich auch finden. „Der dritte Roman ist in der Mache“, verkündete Renata A. Thiele. Eine Nachricht, die wohl nicht nur ihre indestädtischen Leserinnen und Leser frohlocken lässt.

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