„Rélations”: Ausstellung zeigt vielfältige Kunstwerke aus Papier

Von: lbe
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Beziehungen aus Papier: André
Beziehungen aus Papier: André Schweers (links) und Annette Wimmershoff arbeiten beide mit Papier, sie kreiert Skulpturen (vorne) und er gießt das breiige Papier zu den verschiedensten Objekten (hinten). Foto: Laura Beemelmanns

Eschweiler. Die Kunst ist so individuell wie ihr Künstler. Und doch kommt es vor, dass Beziehungen zwischen verschiedenen Künstlern und ihrer Kunst hergestellt werden können.

Eine erfahrene Galeristin wie Anita Engert der gleichnamigen Galerie Art Engert erkennt solche Zusammenhänge und stellt den Kontakt her. Zum Beispiel dann, wenn ein Material den Grundstein legt und Ideen dazu in zwei verschiedenen Köpfen heran wachsen, die sich doch so ähneln.

„Rélations” - Beziehungen, das ist auch der Titel der Ausstellung von Annette Wimmershoff und André Schweers. In der Galerie Art Engert hat er seine Objekte und sie ihre Skulpturen stilvoll arrangiert. Die Besonderheit: Beide arbeiten mit Papier und kreieren doch etwas ganz unterschiedliches damit. Galeristin Anita Engert hat die „Rélation” der beiden bei der Vernissage treffend formuliert: „Es gibt zwei Gemeinsamkeiten in der Kunst: Beide arbeiten mit Papier als Basismaterial und können auf längere Auslandsaufenthalte zurückblicken.”

Annette Wimmershoff arbeitet mit den verschiedensten Sorten Papier, sei es Karton oder feines Japanpapier, das sie während verschiedensten Reisen und Aufenthalten in Japan kennen und lieben lernte. Die Düsseldorferin formt es, bemalt es, lässt es trocknen und gestaltet es zu einer Skulptur. Acht davon stehen nun in Eschweiler. „Das ist mein Material”, sagt sie. Warum genau, wisse sie selbst nicht. Es hat sie einfach in seinen Bann gezogen.

Faszinierendes Miteinander

André Schweers hingegen beschreibt sich nicht als klassischen Papierkünstler. Der Duisburger studierte unter anderem Bildhauerei und er modelliere und baue lieber. Ihn beschäftigt die Idee, was der Mensch hinterlässt, wenn er geht. „Es ist eine Anhäufung von menschlichen Spuren”, sagt er. Seine aus Papier gegossenen Objekte könnten Spuren im Schnee, Fußabtritte oder vieles mehr sein. Wenn er das Papier als Ursprungsmaterial mit Wasser zu einem Brei bearbeitet und es danach in Gußkästen füllt, dann entwickelt er Spuren, die binnen sechs Wochen trocknen.

Seine Inspiration findet er auf Wanderungen. Die Inspiration des Betrachters überlässt er ihm selbst, indem er zum Teil durch Erdtöne und Material Objekte schafft, die auf den ersten Blick schwer und steinern wirken, doch leicht und aus Papier gefertigt sind. Ebenso ist es bei den Skulpturen von Annette Wimmershoff.

Es bietet sich ein faszinierendes Bild in der Galerie. Die Skulpturen und Objekte bedienen sich eines leichten und feinen Materials und wirken durch die jeweilige Umsetzung der Idee stabil und stark. Und auch wenn die beiden Künstler sich weder abgesprochen noch zusammen gearbeitet haben, so ist es dennoch gelungen, eine Beziehung herzustellen.

Die Skulpturen und Objekte werden noch bis zum 16. Dezember, Donnerstags und Freitags 15 bis 19 Uhr und Samstags 11 bis 17 Uhr, in der Galerie Art Engert, Wilhelmstraße 73, ausgestellt.
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