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Realschüler erkunden das Herz Europas

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Arbeitsbesuch in Brüssel: Schüler der Abschlussklasse 10a der Realschule Patternhof blickten im Europäischen Parlament in Brüssel „Europa“ über die Schüler.
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Fundgrube für Wissensdurstige: Eschweiler Schüler bei der Recherche im Parlamentarium.
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Brüssel im Zeichen der Tagung der Europäischen Regierungschefs sowie dem Treffen der Euro-Gruppe zur Erörterung der Lage in Griechenland.Da galten strenge Sicherheitsvorkehrungen.

Eschweiler. Seit Jahren verbindet die Realschule Patternhof eine enge Partnerschaft im Rahmen der außerschulischen Bildung mit dem Europaverein GPB e.V. Ein besonderer Schwerpunkt der Zusammenarbeit bildet natürlich Europa. Ziel dieser Fahrt war der Besuch des Europäischen Parlaments in Brüssel mit der Abschlussklasse 10a der Realschule Patternhof.

Auch diese Fahrt wurde mit Hilfe des Klassenlehrers Yener Kisin, der Leitung der Realschule und Europe Direct Aachen realisiert. Mit Europe Direct Aachen verbindet den Verein bereits seit 2011 eine Partnerschaft. Ergebnis dieser Partnerschaft sind die Einrichtung von Infopunkten in den Rathäusern Eschweiler und Stolberg sowie Unterstützung bei der Ausrichtung von Veranstaltungen im Rahmen des Eschweiler Europaforums.

Brüssel stand in dieser Woche im Zeichen der Tagung der Europäischen Regierungschefs sowie dem Treffen der Euro-Gruppe, einer außerordentlichen Tagung zur Erörterung der Lage in Griechenland. In Verbindung mit den Terrorwarnungen auch in Belgien waren strenge Sicherheitsvorkehrungen zu beachten, die z.B. nur eine geschlossen gemeldete Besuchergruppe zuließ.

Da die EU-Parlamentarier in dieser Woche turnusmäßig in Straßburg tagten, gestaltete Katharine Rieke, die parlamentarische Referentin des Europabüros der EU-Parlamentarierin Sabine Verheyen den Besuch im Parlament.

Tagesablauf der Parlamentarier

Im Zentrum des Interesses standen Tätigkeiten und Tagesablauf von EU-Parlamentariern im Allgemeinen wie im speziellen. Manche Arbeitswochen können recht heftig werden. Meistens sind die Abgeordneten von Montag bis Donnerstag in Brüssel, manchmal auch bis Freitag. Das Wochenende gehört dann dem Wahlkreis vor Ort.

Katharina Rieke verschaffte den Schülern sogar im Detail Einblick in einen Wochenplan von MdEP Sabine Verheyen. Fraktionssitzungen hier und den Ausschusssitzungen und Delegationstreffen dort - wie z.B. Beziehungen der EU zum Iran oder Afrika – treiben die Anzahl des Wochenarbeitszeitpensums in die Höhe, klein Vergleich mit tariflich geregelter deutscher Arbeitszeit in der Industrie. Begriffe wie Schattenberichterstatter sind danach für diese Schüler kein Fremdwort mehr. Katharina Rieke stellte sich den Fragen der Schüler in Bezug auf Griechenland, Ukraine Krise, der Zusammenarbeit mit Parlamentariern, die eigentlich eher national als europäisch gesinnt sind.

Veränderungen im Kollegium

Die Wahlen zum Europäischen Parlament haben auch die Wahl des Kommissionspräsidenten beeinflusst. EU-Kommissar Junker hatte einige Veränderungen vorgenommen. Das neue Kollegium hat jetzt sieben Vizepräsidenten, d.h. sechs Vizepräsidenten und die Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik (Federica Mogherini). Jeder von ihnen leitet ein Projektteam. Die Vizepräsidenten koordinieren und leiten die Arbeit einer Reihe von Kommissaren. Dabei kann sich die Zuordnung der Kommissare ändern, wenn die Entwicklung neuer Projekte dies im Laufe der Zeit erfordern sollte. So gibt es zum Beispiel die Projektteams „Arbeitsplätze, Wachstum, Investition und Wettbewerbsfähigkeit“, „Digitaler Binnenmarkt“ und „Energieunion“. Allerdings, so Katharina Rieke , ist es noch zu früh, eine echte Bilanz hinsichtlich der Erfahrungen mit diesen Neuerungen zu ziehen.

Im vorigen Jahr war der Plenarsaal noch wegen Reparaturarbeiten gesperrt. Bei planmäßigen Sicherheitskontrollen hatten sich Risse im Gebälk des zentralen Parlamentsgebäudes gezeigt. Nach den Sanierungsarbeiten konnte jetzt der Plenarsaal wieder besichtigt werden.

Die Schüler zeigten sich beeindruckt von den Dolmetscherkabinen. Im Europäischen Parlament haben alle Amtssprachen denselben Stellenwert. Alle Dokumente des Parlaments werden in sämtlichen Amtssprachen der Europäischen Union (EU) veröffentlicht, dies sind zur Zeit 24 Amtssprachen. Alle Mitglieder des Europäischen Parlaments (MdEP) haben das Recht, in der Amtssprache ihrer Wahl zu sprechen. Dadurch wird auch sichergestellt, dass alle die Arbeit des Parlaments verfolgen können und Zugriff darauf haben.

24 Amtssprachen vertreten

Im Nachbargebäude ist das Parlamentarium untergebracht, das zweite Ziel der Schüler. Das Parlamentarium zeigt durch multimediale Darstellungen die Geschichte der europäischen Integration, sowie sie unser tägliches Leben beeinflusst. Auch hier waren alle 24 Amtssprachen vertreten, so dass sich jeder diese Tour in seiner eigenen Sprache anhören kann. Ein technischer Media Guide führt den Besucher durch die Ausstellung. Das Gerät hält Übersetzungen der unterschiedlichen Texte bereit und zeigt auch immer wieder interessantes Hintergrundwissen an. Darüber hinaus steht dort auch Personal zur Verfügung, das insbesondere bei technischen Schwierigkeiten immer mit Rat und Tat Service leistet. In diesem Fall war das besonders wichtig, da die Realschüler von Geschäftsführerin Annelene Adolphs mit einem Fragebogen zu Thema Europäische Union ausgestattet waren und im Parlamentarium die Antworten finden konnten. Wer aber vorher bei Katharina Rieke aufgepasst hatte, konnte sich dem Fragenkatalog recht entspannt stellen. Auf der Suche nach den richtigen Antworten zeigt sich aber auch wie wichtig Recherche, Informationsaustauch sowie interaktive Kommunikation sein kann.

Ansonsten gaben die unterschiedlichsten Räume z.B. Einblick in Geschichte und Arbeitsweise des Parlaments, die Geographie der Europäischen Union, einen virtuellen Einblick in die Geschichte und Vorgeschichte der Europäischen Union. Darüber hinaus konnten die Schüler im „Tunnel der Stimmen“ in die kulturelle Vielfalt der Union eintauchen. In Absprache zwischen Peter Schöner, Europaverein GPB, und der Schulleiterin Michaela Silbernagel werden die ersten drei Gewinner des Europaquiz noch in einem besonderen Rahmen ausgezeichnet.

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