Realistisch, aber doch ungewöhnlich gestaltet

Von: jw
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Kreative Werke im Software-Haus: Dieter Otten vor seinem Werk „Eisberg voraus“ in der Kunstausstellung bei der Eschweiler Firma Toolbox. Foto: Jacqueline Winkler

Eschweiler. Es ist ungewöhnlich für ein Software-Unternehmen, Kunstwerke auszustellen. Jetzt beschritt die inde­städtische Firma Toolbox einen neuen Weg und präsentierte die Kunstausstellung von Dieter Otten. Thomas Mertes, einer der Geschäftsführer von Toolbox, lieferte die Begründung für diese Entscheidung.

Toolbox entwickele Programme und brauche kreative Mitarbeiter. Man wolle mit den Kunstwerken zudem ein Umfeld schaffen, das inspiriere und Mitarbeitern ermögliche, ihren Horizont zu erweitern. „Die Mitarbeiter sollen auch mal abschalten.“

Sascha Egener, Geschäftsführer von Toolbox, ist ganz dieser Meinung. Mit dem neuen Gebäude der Firma wolle man für die Mitarbeiter einen Wohlfühlcharakter schaffen, „was aber schwer ist, wenn es nur weiße Wände zu sehen gibt“. Toolbox ist in über 30 Ländern vertreten, zum Beispiel in Russland, Australien und Nordamerika, wo der Sitz der Tochtergesellschaft ist. Das neue Gebäude ist ganz dieser Größe angepasst. Es soll nun auch ein Anlaufpunkt für Kunstinteressierte oder die, die es werden wollen, sein.

Bevor Professor Dr. Frank Günter Zehnder die Ausstellung offiziell eröffnete, leitete Musik den Nachmittag ein. Zehnder ist Direktor der Internationalen Kunstakademie Heimbach sowie Kunsthistoriker und Direktor des Rheinischen Landesmuseums Bonn.

Dieter Otten ist Dozent an der Kunstakademie Heimbach und so kam Zehnder für diese Ausstellung auf ihn. Otten benutzt verschiedenste Techniken und befasst sich mit unterschiedlichen Themen. Er wendet fotografische Maltechniken des Impressionismus und Expressionismus an, außerdem reicht seine Palette über Pop- und Pastellmalerei bis hin zum Surrealismus.

„Diese Ausstellung ist eine Win-Win-Situation“, sagt Zehnder. Die Kunst am Arbeitsplatz lade dazu ein, sich mit ihr neben der Arbeit auseinanderzusetzen. Die Kunst enthalte die Handschrift des Autoren, was er denke, wie er bis jetzt gehandelt habe und wie er bis jetzt gelebt habe.

Durch die Rückmeldung und den Dialog mit anderen Menschen bekomme der Künstler neue Impulse für seine weitere Arbeit, denn die Kunst sei ein unendlicher Prozess. Man entdecke immer wieder etwas neues, assoziiere und steige sozusagen in die Bilder ein. Bei Otten sieht man vieles, was der Realität entspricht, aber auch was illusionistisch ist.

Jeder der an der Kunst von Dieter Otten interessiert ist, kann jeden Mittwoch, außer in den Ferien, die Ausstellungsstücke in der Firma, Wilhelm-Lexis-Straße 8, genauer betrachten.

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