Raser rauben den Nothbergern die letzten Nerven

Von: pan
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Ende von Tempo 30: Alfred Oste
Ende von Tempo 30: Alfred Oster kann nicht verstehen, warum Raser am Ortseingang Nothberg nicht gebremst werden. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Alfred Oster fühlt sich verschaukelt. Von der Stadtverwaltung. Von der Städteregion. Von der Polizei. Seit Jahren klagt der Nothberger über Autofahrer, die an seiner Wohnung vorbei über die Hüchelner Straße rasen. Dort ist Tempo 50 erlaubt, was jedoch in den Augen Osters nur selten eingehalten wird.

Allerdings treffen seine Beschwerden auf taube Ohren, denn außer Geschwindigkeitsmessungen ist nichts geschehen.

„Vor allem in den frühen Morgenstunden und am Nachmittag gleicht die Ortsdurchfahrt einer Rennstrecke”, schildert er. Zum ersten Mal machte er im Jahr 1998 auf den Missstand aufmerksam. Damals vertröstete man ihn, dass die neue Ortsumgehung Hücheln auch Nothberg entlasten werde. „Doch das Gegenteil ist der Fall, denn viele Ortskundige kürzen auf dem Weg zur Autobahn oder nach Düren über Nothberg ab”, meint er.

Es folgten weitere Schreiben an verschiedene Stellen - immer mit der Bitte, sich um die Situation zu kümmern. Die Antworten treiben Oster zum Teil die Zornesröte ins Gesicht: „Immer werden irgendwelche Paragraphen vorgeschoben”, glaubt er.

Am Ortseingang und -ausgang Richtung Hücheln ist derzeit Bremsen angesagt. Dort wurde die Fahrbahn verengt, mehr als 30 Stundenkilometer sind nicht erlaubt. „Aber schon wenige Meter weiter darf wieder aufs Tempo gedrückt werden”, schüttelt Oster den Kopf. Ausgerechnet an einer engen Stelle mündet der Radfahrweg auf die Straße. Entlang der Burgmauer führt die Straße auf gerader Strecke in eine Senke. „Da heulen die Motoren nochmal richtig auf.” Er schlug schon mehrfach vor, die Geschwindigkeitsbegrenzung dort herabzusetzen. Auf 30 Stundenkilometer. Vergeblich.

Die Ablehnungsgründe waren immer die gleichen: „Eine Häufung von Unfällen liegt nicht vor”, schrieb der damalige Landrat Carl Meulenbergh im November 2002. Zuletzt wurden vor zwei Jahren in der Hüchelner Straße die Geschwindigkeiten der zahlreichen Fahrzeuge gemessen. „Hierbei konnten insbesondere die von ihnen beobachteten Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit in besonderem Umfang nicht nachvollzogen werden”, heißt es in einer Mitteilung der Städteregion vom 2. Dezember 2009.

Unerträglicher Zustand

Viel Hoffnung, dass sich in Kürze etwas an dem aus seiner Sicht unerträglichen Zustand vor seiner Haustür ändert, hat Alfred Oster nicht mehr. „Es ist wohl wieder so, dass zunächst etwas passieren muss, ehe gehandelt wird”, meint er. Bisher werden dort tagtäglich Außenspiegel von vorbeifahrenden Wagen abgefahren. Die Autos parken deswegen teilweise auf dem Bürgersteig - wegen der Enge der Straße.
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