Röetsche - Rasante Fahrt durch den Karneval

Rasante Fahrt durch den Karneval

Von: lbe
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Heimspiel in Flatten: Sänger und Gitarrist Hucky Weiland und De Kröetsch sind in der Eischwiele Fastelovend eine Institition, erst Recht bei der Sitzung der Trammebülle. Op dä Knoov jedöit va: Beemelmannse Laura
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Temperamentvolle Marie: Michaela Huppertz heizte zum Start der Sitzung ein.

Röetsche. „Leeve Trammebülle-Familie“, posaunte Präsident Dieter Klöckner in den Saal von Haus Flatten, nachdem die vereinseigene Truppe schon beim Einmarsch für ausgelassene Stimmung gesorgt hatte. Bei gedimmtem Licht marschierten Elferrat, Garde und Mariechen in Begleitung des Spielmannszugs Stoppelhusaren aus St. Jöris ein, warfen mit Rosen um sich und winkten, was das Zeug hielt.

Bei der 64. Fremdensitzung der KG Fidele Trammebülle 1949 eröffneten Tanzmarie Michaela Huppertz, das Schaffnerpaar Anna Medic und Kenneth Sommer sowie der Spielmannszug unter der Leitung von Karsten Büntgen das bunte Programm. Und dann ging es so richtig los. Die große Garde fuhr mit beeindruckender Bein- und vor allem Fußarbeit fort. Auch wenn es so manchem sicherlich schwer fällt, kann in diesem Fall der eine oder andere Blick auf die Füße der Tänzerinnen nicht schaden. Eingepackt in weiße Schühchen wirbelten sie über die Bühne und präsentierten sich in ihrer besten Form.

Glitzer-Jacket

So auch „Der Lange“. Man hätte ihn auch nicht anders eingeschätzt. Der Eischwieler Ex-Prinz Alfred Wings kehrt zurück auf die Bühne. Im bunten Glitzer-Jacket und so ganz ohne Strumpfhose und prächtigem Gewand macht er jedoch auch eine ausgesprochen gute Figur. „Im letzten Jahr war ich von einem karnevalistischen Virus befallen“, sagt er. Nun stehe er wieder als Redner zur Verfügung. „Solch ein Monster, keine Frage, siehste auch nicht alle Tage“, gemeint war zwar nicht er selbst, doch seine Geschichten mitten aus dem Eschweiler Leben rissen die jecke Meute im Saal mit. Sein Singsang à la „Ich liebte ein Mädchen aus Pumpe-Stich, die wollte, aber konnte nicht“ und „Ich liebte eins aus dem Krankenhaus, das sah wie Rudi Bertram aus“ sorgte für lautes Jubelgeschrei. Kombiniert mit seinen feinen Sprüngen und Tänzereien auf der Bühne, überzeugte Alfred Wings auf ganzer Linie. Dann holperte es. Ein wenig zumindest. Präsident Klöckner sah nichts mehr. Geblendet vom dezenten Scheinwerferlicht erkannte der fidele Trammebüll seinen Text nicht mehr. „Scheinwerfer und Gleitsicht, das verträgt sich einfach nicht“, scherzte er, und überspielte das kleine Mißgeschick mit der nächsten Ankündigung. De Kröetsch marschierten ein. In lange, farbenfrohe Mäntel gehüllt, kramten sie noch einmal „alte Liedchen raus“. Die jecke Band steht nun seit 30 Jahren auf der Bühne und bot den ersten Programmpunkt des Abends, an dem nahezu alle Gäste ihre Stühle verließen, aufsprangen und tanzten.

Bei einem schwungvollen Diskofox in der Mitte des Saals und animierenden Tönen auf der Bühne, rollten die Showtanz-Mädels der Gruppe „Fame“ das Feld von hinten auf und starteten ein Gegenprogramm. Alle in einer Reihe, alle noch in Trainingsanzügen, klatschten, tanzten und sangen sie so laut, dass der Saal für kurze Zeit zwei Bühnen hatte.

Nach solch einer geballten Ladung Karnevalsfreude war es an der Zeit für eine Gastgesellschaft. Die KG Nothberger Burgwache war mit der gesamten Mannschaft angereist. Mit ihrem Elan rissen sie die Ballons versehentlich von der Wand und bespaßten das Publikum mit einer etwa halbstündigen Show. Allesamt präsentierten großes Kino. Da hätte man zwischenzeitlich gerne die „Wiederholungs-Taste“ gedrückt. Abgelöst wurden sie von dem Trompeterkorps Eefelkank. Die feschen Jungs hauten den Gästen und dem Elferrat die fantastische Musik nur so um die Ohren. Sie mixten „treuer Husar“, „an Tagen wie diesen“ und „Highwell to hell“ zu einem glanzvollen Potpourri der guten Laune. Und natürlich verabschiedeten sich die Musiker ganz förmlich und einheitlich mit einem winkenden Händchen, bis der Kölsche Köbes Axel Höfel die Bühne betrat. Er sei der erste Büttenredner ohne Ständer, dafür habe er immer sein für einen Kellner typisches Bierrondell dabei.

Gleich nach seinem Auftritt präsentierten die Trammebüller noch Showakts aus den eigenen Reihen. Das Tanzpaar Steffie Sommer und Kevin Schleip sowie die feierwütige Showtanzgruppe „Fame“ heizten dem Publikum noch einmal richtig ein, bis dann Prinz Wolfgang II. und Zeremonienmeister Frank einmarschierten und gefeiert wurden, wie es sich für einen Eschweiler Prinzen gebührt. De Fröngde und die Gäste der „KaGeHei“ mit Prinz Bernd I. bildeten den krönenden Abschluss der bunt gestalteten Fremdensitzung.

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