Ralph Willms zieht sich aus der Kommunalpolitik zurück

Von: pan
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Legte aus beruflichen Gründen sein Ratsmandat nieder: Ralph Willms. Foto: Nowicki

Eschweiler. Die CDU-Fraktion verliert ein weiteres Mitglied: Ralph Willms legte am Montag sein Ratsmandat nieder. Der Christdemokrat war seit 1999 im Eschweiler Stadtrat vertreten und leitete von 2004 bis 2009 als Vorsitzender den Sportausschuss. Zudem gehörte er dem Sozial- und Seniorenausschuss an. Wer sein Ratsmandat übernehmen wird, ist noch nicht klar.

Die Union will am Mittwoch darüber beraten. Als Nachfolgekandidaten gelten laut Reserveliste Marc Engelhardt und Martin Kamps.

Persönliche und berufliche Gründe hätten ihn zu dieser Entscheidung beweg, sagte Ralf Willms. Er gehört auch nicht mehr zu den Kandidaten der CDU für die Kommunalwahl im Mai. Vor allem seine berufliche Beteiligung am NSU-Prozess in München nimmt den Rechtsanwalt nach eigener Aussage sehr in Anspruch. Dort vertritt der Jurist eine Nebenklägerin aus Köln, die bei dem Anschlag in der Keupstraße verletzt wurde. „Ich verbringe viele Tage in diesem Jahr beruflich in München – da bleibt mir für Kommunalpolitik leider keine Zeit“, sagt Ralph Willms. Auch andere Ehrenämter hat Willms in den vergangenen Monaten niedergelegt. Dazu zählt der Vorsitz des SC Bewegung Laurenzberg.Da sich Willms‘ Rückzug aus der Kommunalpolitik in den vergangenen Monaten angedeutet hat, war bei der CDU am Dienstag niemand von der Entscheidung überrascht.

Verständnis und Bedauern

„Wir waren schon seit Monaten in engem Kontakt und haben über die hohe berufliche Belastung und die daraus resultierenden Schwierigkeiten gesprochen“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Bernd Schmitz. Er habe volles Verständnis für die Entscheidung von Ralph Willms, wenn er auch den Verlust für die Fraktion bedauere. Schmitz: „Letztlich gehen Beruf und Familie vor.“

Mit Ralph Willms verliert die CDU einen langjährigen Ratsvertreter: Er war von 1994 bis 1999 zunächst als Sachkundiger Bürger im Sozialausschuss tätig. Seit 1999 gehörte er dem Rat an. Von 1999 bis 2004 war er Mitglied des Jugendhilfeausschusses, von 2004 bis 2009 zählte er auch zum Haupt- und Finanzausschuss. Darüber hinaus setzte er seine kommunalpolitischen Schwerpunkte auf den Sozial- und Seniorenausschuss und den Sportausschuss.

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