Quartier West ist im aktiven Ausbau

Von: nai
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Die städtischen Wohnungen an der Gutenbergstraße sollen grundsätzlich allen Bedürftigen zur Verfügung stehen, derzeit sind es aber vor allem Flüchtlinge. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Das Quartier West hat seine Arbeit im vergangen Jahr stark angezogen. Zeit für eine Zwischenbilanz. Die hat Quartiersmanager Raphael Kampf dem Integrationsrat jetzt vorgestellt und ist damit auf positive Resonanz gestoßen.

In den drei städtischen Unterkünften im Quartier sind derzeit etwa 220 Menschen untergebracht. Weder die Einrichtung an der Hüttenstraße, noch am Stich und in der Gutenbergstraße sind voll ausgelastet, sagt der Quartiersmanager. Teilweise wird aber noch saniert, deshalb müssten manche Anfragen abgewiesen werden.

„In der Gutenbergstraße gibt es auch auf dem privaten Wohnungsmarkt viel Leerstand“, warnt Kamp außerdem davor, dass dies zu einem hohen Migrationsanteil in dem Viertel führen könne. Denn auch für Asylbewerber und Flüchtlinge, die auf den freien Wohnungsmarkt strömen, sei die Straße wegen des hohen Leerstands attraktiv.

Gerade die Wohnungen in der Gutenbergstraße sind nicht nur für Flüchtlinge und Asylbewerber zugänglich, sondern auch für Obdachlose. „Außerdem soll die Hauptstelle des Quartiers West ein Begegnungspunkt für alle Menschen sein.“ Mit Aktionen wie einem Wintercafé und dem Neujahrsempfang habe man bereits versucht, die Eschweiler Bürger und die neuen Bewohner der städtischen Einrichtung näher zu bringen.

Ziel des Quartiers sei es außerdem, sich gut zu vernetzen. Angebote von gemeinnützigen Vereinen, wie etwa das Familienpatenprojekt des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF), sollen dann besser erreichbar sein. „Es fehlt uns aber noch an Ehrenamtlern, um unser Programm auszuweiten“, sagt Kamp. Wo es hakt, das ermitteln der Quartiersmanager und seine Kollegen zusammen mit den Flüchtlingen, Asylbewerben und all jenen, deren Aufenthaltsstatus bereits geklärt wurde.

„Wir brauchen noch Dolmetscher, Menschen für die Hausaufgabenbetreuung und Angebote für ein Ferienprogramm“, sagt Kamp. Für Letzteres habe schon der Geschichtsverein angeboten, eine kostenfreie Stadtführung zu geben. Die Idee sei, dass das Angebot auch Wissen über Deutschland und über die Stadt vermittle, betont Kamp, und dass die Integration in allen Projekten groß geschrieben werde.

Die Anfragen an das Quartiersbüro drehen sich vor allem um Deutschkurse. „Da ist die Nachfrage am größten“, bestätigt Kamp. Einen knappen zweiten Platz belege die Hilfe bei der Wohnungssuche. Sogar Anfragen von Flüchtlingen aus Stolberg hätten ihn schon erreicht, sagt Kamp.

An dritter Stelle geht es den Hilfesuchenden um behördliche Anträge, die oft für jedes Familienmitglied einzeln ausgefüllt werden müssen. Und schließlich fragen viele Bedürftige für ihre Kinder nach der Vermittlung an Kindertagesstätten und Schulen.

Beratungssprechstunden bietet das Quartier West, Gutenbergstraße 52, montags und mittwochs jeweils von 9 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr an.

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