Eschweiler-Pumpe - Pumper Narren feiern rauschende Karnevalsparty

Pumper Narren feiern rauschende Karnevalsparty

Von: ran
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Über Grenzen hinweg: Die Garde der KG Narrenzunft Pumpe-Stich entführte die begeisterten Zuseher in das wunderschöne „Tiroler Land“. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler-Pumpe. Jubel, Trubel, Heiterkeit! Mit Hei-Jo und Alaaf haben die Jecken der KG Narrenzunft Pumpe-Stich am Samstagabend in der bestens besuchten Aula der Gesamtschule während ihrer Großen Kostümsitzung eine rauschende Karnevalsparty gefeiert. Dabei zeigte sich Präsident Stephan Lenzen von der ersten Sekunde an von seiner besten Seite.

Der Musikzug der Narrenzunft unter der Leitung von Vizepräsident Frank Jansen sang zu Beginn „Zeig mir heut Nacht dein ganzes Herz“, fragte „Wer hat mir die Rose auf den Hintern tätowiert?“ und stellte unmissverständlich fest: „Dicke Mädchen haben schöne Namen“. Und weiter ging unter dem Jubel des Publikums die Leistungsshow der KG Narrenzunft Pumpe-Stich: Tanzmariechen Vanessa Jungbluth faszinierte ihre Zuseher mit einer Darbietung voller Feuer, Eleganz und Charme.

Da wollte das Tanzpaar Nina Lenzen/Adi Pielenga keinesfalls nachstehen und brillierte mit akrobatischen Einlagen zu Klängen von „Ne kölsche Jong“ aufs Allerfeinste! Stürmischen Applaus erntete kurz darauf Ur-Narrenzünftler Heinz Halscheid, der von Tobias Wienands und Stephan Lenzen für 65-jährige Mitgliedschaft geehrt wurde. „Alleine diese Zahl an Jahren verschlägt einem die Sprache“, sprach der Vorsitzende dem ältesten Mitglied der Gesellschaft seine Hochachtung aus.

Von einer Kreuzfahrt der ganz besonderen Art wusste Dorothee Schmitz vom Duo „Os känt Os“ ihrer Zwiegesprächspartnerin Sigrid Hendryk zu berichten. Über die „Gangewei“ ging es bis zum „Steh-Wart“, der unmissverständlich klar machte: No Smoking! „Zum Glück hatte mein Mann seine Jeans-Botz an“, konnte Dorothee Schmitz die Zuhörer beruhigen. Darüber hinaus habe sich Julio Iglesias einmal mehr als „Konifere“ seines Fachs erwiesen.

Und: „Es gab sogar Deckoffiziere! Die denken an alles auf so einem Schiff“, fiel das Urteil der Kreuzfahrerinnen positiv aus. Genau wie das des Publikums, das lautstark eine Zugabe forderte. Kein Problem für das Duo, das zuletzt beim Rom-Urlaub das „Klos-Museum“ besucht hatte, in dem „früher die Gladiolen gekämpft haben sollen“, bevor in Ägyptien die Pygmäen besichtigt wurden. Oder waren es die Pyromanen?

Über alle Grenzen hinweg ging es weiter im Programm, denn die Garde der KG Narrenzunft Pumpe-Stich entführte während ihres fulminanten Tanzes das Jeckenvolk in das „Tiroler Land“, bevor der Trompetensound Die Weisweiler komplett „Atemlos“ agierte, „Ein Hoch auf uns“ aussprach und „Westerland“ ewige Liebe versprach. Einfallsreich präsentierte sich die Narrenzunft-Frauentanzgruppe, die in ihren bunten Clowns-Kostümen den Narren im Saal einen umjubelten Augenschmaus bot.

Ein wahres Gesangsfeuerwerk brannte „d‘r kölsche Tenor“ Tino Selbach ab, der mit „Wenn das Wasser im Rhein goldener Wein wär“ und „Man müsste nochmal 20 sein“ mehrere Wünsche äußerte, an „Ming eetste Fründin“ erinnerte, zur Melodie von „Walking on sunshine“ betonte „Das gibt‘s nur in Kölle“, um sich mit „Time to say Alaaf“ schließlich standesgemäß zu verabschieden.

Kaum aus dem Urlaub in der DDR (Deutsche Dominikanische Republik) zurück, stürmte „Die Erdnuss“ sogleich als Büttenredner die Narrenzunftbühne und erzählte seinen Lieblings-WM-Witz: „Kommt Wayne Rooney in den Himmel. Fragt Petrus: Sie hier? Wie haben sie denn das Tor gefunden?“, hatte der Hobby-Griller („am liebsten griechisch, also ohne Kohle“) die Lacher auf seiner Seite.

Eine „superjeile Zick“ bescherte die Eschweiler Mundartband Puddelrüh dem grandios mitgehenden Publikum mit ihren Hits „Et joode Jeföhl“, „D‘r letzte Zigarillo“, „Heimat“, „Kölsch kann ma niet nur schwaade“ in a-capella-Form und „Schatzepaav“, bevor die Zugabe mit „Marmor, Stein und Eisen bricht“ sowie „Verdammt lang her“ den Saal endgültig zum kochen brachte.

Genau im richtigen Moment, schließlich hatte sich karnevalistischer Hochadel in Person von Prinz Thomas I. angekündigt, dem die Narrenzünftler einen phänomenalen Empfang bereiteten.

„Scharwachmüsje“ René Külzer dachte kurz darauf fünf Wochen zurück. „An Weihnachten hatte sich meine Schwiegermutter angesagt. Nachdem sie um 13.10 Uhr eingetroffen war, erhielt ich bereits um 17.30 Uhr von meinem Altargeschenk die deutliche Aufforderung, ihr den Mantel abzunehmen und einen Sitzplatz anzubieten“, erinnerte er sich. Auch seine Idee, ihr einen Gutschein der Firma Bücken-Brendt mit einer Laufzeit von vier Wochen zu besorgen, fand nur bedingt Zustimmung.

Zu später Stunde ließ dann noch einmal das von Monika Schmitz trainierte Männerballett der KG Narrenzunft aufhorchen. Die „Grazien“ machten als Piraten sowohl die Karibik als auch die Gesamtschulbühne unsicher und lieferten mit dem „Piratentanz“ eine Mitmachzugabe, deren Zauber sich auch die Elferratsmitglieder nicht entziehen konnten.

Den neuen Tag läuteten die Jecken der KG Ulk Hehlrath ein: Angeführt von Präsident Mischa Bünten boten die Husaren einen Stippeföttche-Tanz allererster Güte, bevor Jugendtanzmariechen Julia Schmidt die „pure Lust am Leben“ versprühte. Der Spielmannszug sowie die Garde rissen das bunte Völkchen schließlich ein letztes Mal von den Sitzen.

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