Protestaktion hat ein gerichtliches Nachspiel

Von: lb
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Stolberg/Eschweiler. Ein ungewöhnlicher Fall wird am kommenden Montag vor dem Amtsgericht Eschweiler verhandelt. Gegen den Mausbacher Christian Wagemann wurde Strafbefehl erlassen, weil der bekennende Antifaschist ein NPD-Mitglied öffentlich beleidigt haben soll.

Ende August 2008 hatte sich Wagemann mit einer Schubkarre voller Schafsmist in Richtung Mausbacher Marktplatz aufgemacht und diese vor einem NPD-Stand entleert.

Dies bestätigt der Angeklagte auch in seiner schriftlichen Aussage. Den Vorwurf der persönlichen Anfeindung bestreitet er jedoch, vielmehr habe er wörtlich geäußert: „Braune Scheiße zu brauner Scheiße”.

Zu keinem Zeitpunkt habe er eine Einzelperson beleidigt, so die Aussage gegenüber der Polizei. Der Kläger wirft Wagemann indes vor, ihn mit den Worten „du bist braune Scheiße, hier bring ich dir braune Scheiße” attackiert zu haben.

In den vergangenen Jahren wurde Wagemann wegen ähnlicher Aktionen immer wieder von der Staatsanwaltschaft angeklagt. Die größte Medienresonanz erntete der „Aktionskünstler” Totensonntag 1991.

Bei einer Kundgebung zu Ehren der Gefallenen der Weltkriege hatte Wagemann ein als Bundesflagge erkennbares, handtellergroßes Papier in einen Pferdeapfel gepflanzt und damit nach Auffassung des Gerichtes ein Staatssymbol verunglimpft. Nach mehreren Instanzen wurde Wagemann jedoch freigesprochen.

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