Programm „Ich pack das“ schafft berufliche Perspektiven

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Fit für die Ausbildung: In den Ausbildungszentren des RWE werden junge Leute schon im Vorfeld gezielt gefördert. Foto: imago/Wilhelm Mierendorf

Eschweiler. Gerade bei jungen Menschen ist die Angst, in die Arbeitslosigkeit zu rutschen, groß. Um es nicht so weit kommen zu lassen, bietet die Agentur für Arbeit diverse Programme an, um Jugendliche frühzeitig zu fördern und berufsvorbereitend Perspektiven zu schaffen.

Jungen Erwachsene, die nach ihrem Hauptschulabschluss keine Ausbildungsstelle gefunden haben, bietet die RWE ihr Programm „Ich pack‘ das“ an. Dort sollen sie fit für den Ausbildungsmarkt gemacht werden. 500 Teilnehmer haben das Projekt, das seit 2004 angeboten wird, bisher durchlaufen. Weitere 65 junge Menschen kommen jedes Jahr dazu. Hauptzielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene, die einen Hauptschulabschluss haben und eine Berufsausbildung im Metallbereich anstreben. 12 Monate lang werden sie vier Ausbildungszentren der RWE in Bergheim-Niederaußem, Eschweiler-Weisweiler, Frechen-Grefrath und Grevenbroich-Gustorf in Theorie und Praxis geschult. Die Vermittlungsquote liegt bei 88 Prozent.

Grundsätzlich sei das eine gute Quote, sagt Klaus Jeske, Pressesprecher der Agentur für Arbeit Aachen-Düren. Doch sei bei solchen Maßnahmen, die in verschiedenen Unternehmen angeboten werden, immer die Relation zu sehen: Bei 20 Betriebsstandorten besteht auch viel Potenzial für Ausbildungsplätze.

Einer, der dieses Programm bei dem Energiekonzern durchlaufen hat, ist Tim Larsen. 2007 bekam er in Niederaußem einen Platz in der Initiative, ein Jahr später wurde er dort in eine Ausbildung zum Industriemechaniker übernommen. Seit Anfang 2012 ist Larsen als Industriemechaniker in der Instandhaltung des Kraftwerks tätig.

Und seine Ausbildung geht noch weiter: „Dieses Jahr werde ich die Meisterschule besuchen und dann hoffentlich bald meinen Meisterbrief haben“, sagt Larsen. Ebenso erfolgreich absolvierte Markus Esser im Ausbildungszentrum Weisweiler 2009 die Vorbereitungsmaßnahme. „Das Programm hat mich auf meinem Weg ins Berufsleben wirklich unterstützt. Die Ausbilder haben mich ganz gezielt gefördert und mir geholfen, meine Stärken zu entdecken.“ Der 21-Jährige macht aktuell eine Ausbildung in seinem Wunschberuf Industriemechaniker im Tagebau Inden und wird im Januar seine Abschlussprüfung antreten.

1,3 Millionen Euro investiert der Konzern in das Programm, ohne dass dafür öffentliche Mittel in Anspruch genommen werden. „Selbstvertrauen aufbauen, Teamgeist entwickeln und berufliche Perspektiven schaffen“, sagt Bert Wallraf, Leiter Ausbildung der RWE Power, seien einige der Ziele, die man mit der Initiative erreichen wolle. So soll auf einer soliden Basis die berufliche Perspektive verbessert werden. Dabei gilt es, bisher unerkannte Talente zu fördern und zu fordern.

Ein Augenmerk des Programms liegt darauf, Dinge zu trainieren, die für die tägliche Arbeit in einem Betrieb wichtig sind: Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Teamgeist sowie Lern- und Leistungsbereitschaft. Begleitet wird das Programm von erfahrenen Ausbildern der RWE Power. Verschiedene Praktika und ein intensives Bewerbertraining runden die Maßnahme ab, die auch Freiraum für individuelle Förderung lässt. Das Spektrum der Ausbildungsberufe, in die die Teilnehmer intern oder extern vermittelt werden, ist breit gefächert: Es reicht vom Industriemechaniker bis hin zum Fachlagerist oder Mechatroniker.

Solche Maßnahmen werden von der Agentur für Arbeit nicht angeboten. Die frühzeitige Unterstützung steht hier im Fokus, erläutert Klaus Jeske und nennt beispielhaft die Berufsvorbereitung, die ab der achten Klasse durchgeführt wird.

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