Positive Signale für die Notfallpraxis

Von: pan
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Eschweiler. Der Erhalt der MQN-Praxis im St.-Antonius-Hospital rückt näher. Die Zeichen stünden gut, dass die Eschweiler Notdienstpraxis erhalten bleibe, sagt Koordinator Dr. Jürgen Küpper.

Er gehe derzeit auch nicht davon aus, dass ein Trägerwechsel erfolgen werde. Heute findet eine Sonderversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) statt, die mit ihrer geplanten Reform des allgemeinmedizinischen Notdienstes die Debatte angestoßen hatte. In dieser Zusammenkunft will man einen neuen Vorschlag aushandeln.

Massive Proteste

Ursprünglich war seitens der KV geplant, die Zahl der Notdienstpraxen im Rheinland von aktuell 61 auf 41 zu reduzieren. Dies hätte dazu geführt, dass von den derzeitigen vier in der Städteregion Aachen lediglich zwei Notdienstpraxen übriggeblieben wären. Dies weckte auch in Eschweiler massive Proteste.

Eine indestädtische Bürgerinitiative um Jörg Erkens sammelte binnen kurzer Zeit insgesamt über 16.000 Unterschriften, um ihrer Forderung nach dem Erhalt der Praxis in der 1. Etage des Eschweiler Krankenhauses zu untermauern. Mit Erfolg: Die enge Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Allgemeinmedizinern wird als fruchtbar angesehen.

Dr. Küpper äußert jedoch auch Verständnis für die Diskussion: „Wir dürfen nicht nur auf uns schauen, denn Eschweiler ist, was die Notdienstversorgung betrifft, ein Hort der Glückseligen.“ In anderen Städten sei es derzeit sogar problematisch, die Notdienste zu besetzen. Der Betrieb der MQN-Praxis ist zudem mit Kosten für die beteiligten Ärzte verbunden, da nicht nur Miete und Ausstattung finanziert werden müssen, sondern vor allem das Personal bezahlt werden muss. Küpper spricht von 450 Euro pro Quartal pro Arzt, den man als Beitrag zu entrichten habe.

Keinen Zweifel lässt er an der Notwendigkeit der Praxis. Die Notversorgung in der Krankenhaus-Ambulanz werde entlastet, nennt er ein wichtiges Argument. Die unmittelbare Anbindung an das Hospital verkürze die Wege für Patienten. Auch die Leitung des St.-Antonius-Hospitals hat sich in den vergangenen Monaten am Protest der Bürgerinitiative beteiligt und sich für den Erhalt der MQN-Praxis eingesetzt. Der Protest wird offensichtlich jetzt erhört.

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