„Poseidons Rache” soll zur Indekirmes locken

Von: Sarah Maria Berners
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Schausteller und Stadt setzen
Schausteller und Stadt setzen große Hoffnung in die Zukunft der Inde-Kirmes: Rolf Lentzen (v.l.), Bürgermeister Rudi Bertram, Marion Gehlen, Edmund Müller vom Ordnungsamt und Jörg Henke. Foto: S. M. Berners

Eschweiler. Erst eine Portion Herzhaftes, dann ein Tütchen gebrannte Mandeln oder einen Liebesapfel, während des Naschens gemütlich eine Runde entlang der bunten Stände und schrillen Fahrgeschäfte drehen - und danach? Selbst ausprobieren natürlich.

Auf der Indekirmes wartet in diesem Jahr ein Fahrgeschäft der besonderen Art auf mutige und schwindelfreie Gäste. Auf „Poseidons Rache” werden die Adrenalin-Werte in die Höhe klettern. 20 Meter über dem Boden drehen sich die Gondeln in alle möglichen Richtungen. Aber auch für alle, die es lieber eine Nummer ruhiger mögen, hat die Kirmes auf dem Drieschplatz was zu bieten. 39 Fahrgeschäfte von Autoscooter bis hin zum klassischen Kinderkarussell und Buden mit vielen Leckereien haben sich für das kommende Wochenende angekündigt.

„Vor vier Jahren war es noch ungewiss, ob es mit der Indekirmes weitergeht”, sagt Bürgermeister Rudi Bertram rückblickend. „Wir haben damals entschieden, dass wir mit einem neuen Konzept weitermachen wollen. Und das war eine gute Entscheidung für die Stadt.” Die Kirmes, die eigentlich schon keine mehr war, fand auf einem Platz statt, der dafür keine guten Bedingungen bot. Jetzt ist alles anders und auch die Schausteller sind wieder zufrieden. Das deutlichste Zeichen dafür: Sie kommen überhaupt nach Eschweiler. 39 Geschäfte konnten die Organisatoren vom Schaustellerverband Aachen an die Inde holen. „Unser Ziel ist es, dass wir in Zukunft 50 Geschäfte auf den Drieschplatz holen”, sagt Rolf Lentzen vom Schaustellerverband.

Erste Kirmes der Saison

Die Indekirmes liegt vor dem Öcher Bend und vor der Annakirmes. „Wir hoffen, die Kirmessüchtigen zum Saisonauftakt nach hier zu locken. Ein tolles Programm haben wir jedenfalls”, so der Schausteller selbstsicher. Zwar könne man sich , so Werbeagentur-Leiter Jörg Henke, nicht mit der Dürener Annakirmes oder dem Öcher Bend messen, aber man könne auch in Eschweiler eine interessante Kirmes aufbauen.

Eine Kirmes, die vor allem für die Eschweiler Bürger gedacht ist, aber zunehmend auch wieder Kirmes-Fans aus der Umgebung anlockt. „Auch mit etwas weniger Geld kann man auf der Kirmes am gesellschaftlichen Leben teilhaben”, sagt Bürgermeister Rudi Bertram. Deswegen sei es der Stadt auch wichtig gewesen, das Volksfest zu erhalten. Umsonst ist das Karussellfahren freilich nicht. „Aber jeder zahlt anders als in einem Freizeitpark ja auch nur für das, was er auch wirklich nutzt”, sagt Schausteller Lenzen und rührt die Werbetrommel: Das Flair und den besonderen Duft gebe es gratis dazu.

Apropos gratis: Die Stadt verlangt vom Schaustellerverband kein Geld für die Platzmiete. „Es geht hier nicht darum, Einnahmen zu erzielen”, sagt Edmund Müller, Ordnungsamt. Es gehe darum, ein schönes Volksfest auszurichten, dass auch Instrument des Stadtmarketings sei. Der Schaustellerverband verlangt gleichwohl eine Standmiete von den Geschäftsleuten, „aber nur, um Werbung für die Kirmes zu machen”, betont Lennartz.

Sonnenschein erhofft

Wenn der Verband allerdings mehr einnimmt, als er ausgibt, erhält die Stadt die Differenz. Doch darüber unterhält man sich nach der Kirmes. Jetzt hoffen die Macher auf eine Wiederholung des Sonnenscheins vom Samstag, denn, so Jörg Henke, „eine Kirmes ist nur so gut wie das Wetter”.

Die Indekirmes auf dem Drieschplatz öffnet am Freitag, 8. April, um 14 Uhr ihre Pforten. Freitag, Samstag und Montag stehen Fahrgeschäfte und Gastronomie von 14 bis 22 Uhr bereit. Freitagabend gibt es traditionell ein großes Feuerwerk. Sonntag öffnet die Kirmes um 11 Uhr. Bürgermeisterin Helene Weidehaupt schlägt am Freitag um 17 Uhr das erste Fass Bier an und eröffnet die Kirmes offiziell. Von 15 bis 16 Uhr ist am Eröffnungstag Happy Hour.

Samstag ist der „Tag der Jugend”. Jugendliche können sich an den Fahrgeschäften ihre Wunschmusik auswählen. An einigen Ständen gibt es Kinderportionen Liebesäpfel, Popcorn und Pommes für einen Euro. Schilder kennzeichnen diese Schnäppchen. Parken ist kostenlos.
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