Eschweiler - Polizei hat ein scharfes Auge auf Eschweiler Moschee

Polizei hat ein scharfes Auge auf Eschweiler Moschee

Von: rpm
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Eschweiler. „Mit großer Betroffenheit, aber auch mit Unsicherheit und Angst“, so Bürgermeister Rudi Bertram beim Neujahrsempfang am Samstag, habe er die Ereignisse in Frankreich und im nahen Belgien zur Kenntnis genommen.

Seine Gedanken gelten den Opfern, die dort „für Meinungsfreiheit, für Pressefreiheit und für Demokratie gestorben sind“. Der Terror betreffe nicht allein Erwachsene, berichtete Bertram den Gästen im Ratssaal, sondern berühre auch schon ganz junge Leute: „Beim Empfang der Sternsinger – und Sie wissen, wie klein die noch sind – kamen zwei Mädchen auf mich zu und fragten: Herr Bertram, kann das auch hier passieren, was da in Frankreich passiert ist?“

Zehn-elf Jahre, älter seien diese Mädchen nicht gewesen. Betram sei nach eigener Aussage mit der Antwort richtig ins Schleudern gekommen. „Ich wollte den Kindern ja keine Ängste bereiten. Aber es kann ja tatsächlich überall passieren“, berichtet er. Er habe den Kindern dann gesagt: „Ihr braucht keine Angst zu haben. Wir tun alles, damit das nicht passiert.“

Unter Beobachtung

Dafür sorgt vor allem die Polizei, die ja auch selbst im Fokus von Attentätern stand. Sie hat inzwischen ein noch wacheres Auge auf gefährdete Objekte, die ohnehin unter Beobachtung stehen. Das sind nicht nur die Aachener Synagoge, die Bilal- und die Yunus-Emre-Moschee, das sind auch Objekte in der Städteregion, so auch in Eschweiler.

„Wir sind in der Tat sensibilisiert“, bestätigt Polizeisprecherin Sandra Schmitz. Die Polizei stehe in Kontakt zu den Betreibern der gefährdeten Objekte in Eschweiler. Und das – auch wenn die Polizei aus taktischen Gründen keine Details mitteilt – sind nicht nur Moscheen und islamische Gebetshäuser, von denen es in Eschweiler insgesamt drei gibt.

Die größte ist die der Türkisch-Islamischen Gemeinde „Ditib“ an der Wollenweberstraße, die dort bereits seit 1992 existiert. Dort herrschte Montag Ruhe. Wenn auch das Tor zum Hof der Anlage offen stand – unbeobachtet kann sich niemand Zutritt verschaffen: Die Anlage ist rundum videoüberwacht. Und auch die Polizei lässt sich regelmäßig in der Nähe des Objekts blicken.

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