Pferdehufe zerstören die frisch gesäte Rasenfläche

Von: tob
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Eschweiler-Röhe. Hans-Dieter Büttgen und seine Mitstreiter vom Verein zum Erhalt des Röher Sportplatzes sind mächtig angefressen. Der Grund: Pferdehufe haben sich in den im Herbst frisch gesäten Rasen auf dem Sportplatz gedrückt.

Und das, obwohl die Durchgänge gesperrt sind und Hinweisschilder aufmerksam machen, den Platz bitte nicht zu betreten. „Die Hufspuren haben erheblichen Schaden angerichtet, die Schäden müssen vor Inbetriebnahme des Platzes im Frühjahr beseitigt und die Stellen neu eingesät werden“, sagt Hans-Dieter Büttgen, Vorsitzender des im vorigen Juni gegründeten Vereins Sportplatz Röhe.

Der Verein teilt weiterhin mit, dass eine Augenzeugin beobachtet habe, wie ein Mann das Absperrgitter beiseite geschoben habe. Gemeinsam mit zwei Frauen und dem Pferd habe er den Platz betreten. Später sei das Absperrgitter wieder an die ursprüngliche Stelle gerückt worden. Der Verein hat bei der Polizei Anzeige erstattet.

„Die Schäden müssen vor Inbetriebnahme des Platzes im Frühjahr beseitigt und die Stellen neu eingesät werden“, betont Büttgen. Seit Ende Oktober ist der Verein Sportplatz Röhe offiziell Betreiber des Platzes an der Erfstraße. Bereits Ende September waren Bagger in Röhe angerollt und hatten 1000 Kubikmeter Mutterboden verteilt. Anschließend war Rasen gesät worden, damit der Platz ab dem Frühjahr genutzt werden kann.

Lärm befürchtet

Nicht alle Röher sind für die Nutzung als Sportplatz. So haben Unbekannte das Flatterband zur Absperrung und die Hinweisschilder bereits öfters entfernt. Zudem sollte ein Basketballfeld auf dem Platz entstehen. Weil einige Anwohner zu großen Lärm befürchteten, wurden diese Pläne erstmal ad acta gelegt.

Im Frühjahr 2012 hatte die Stadtverwaltung ihr Vorhaben vorgestellt, den Sportplatz in einen Solarpark umzuwandeln. Anfang 2013 nahm sich die IG der Röher Ortsvereine dem Thema an und sammelte unter anderem Unterschriften gegen den geplanten Solarpark. Im Mai des vorigen Jahres wurden die Pläne dann vorerst auf Eis gelegt. Geschieht in den kommenden drei Jahren nichts, soll der Umbauplan wieder auf die Tagesordnung kommen.

Geschehen ist seit dem vorigen Sommer jedoch einiges. Für die verschiedenen Projekte auf dem Platz – neben dem Einsäen des Rasens sollen ein Beachvolleyballfeld und eine Bouleanlage entstehen – hat die Stadt dem Förderverein im Oktober 2013 einen Zuschuss in Höhe von 16.000 Euro gewährt. Im Dezember bewilligte der Rat weitere 4000 Euro in einem ersten Schritt und weitere 4000 Euro im kommenden Jahr, wenn sich der Platz wie vom Verein angedacht entwickelt.

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