Peter Arz klärt Schüler über Gefahren im Internet auf

Von: ran
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Aufklären und früh auf Gefahren hinweisen: Peter Arz von der Kriminalprävention der Polizei Aachen gab Schülern der fünften und sechsten Jahrgangsstufe der Gesamtschule Eschweiler wichtige Hinweise zur Nutzung des Internets. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Es ist ein Medium, dass unendliche Möglichkeiten bietet und damit auch zahlreiche Gefahren mit sich bringt. Und unabhängig davon, ob die positiven oder negativen Aspekte überwiegen, aus dem Alltag wegzudenken ist das Internet auf gar keinen Fall mehr.

Dies gilt nicht zuletzt auch für Kinder und Jugendliche, die mit dem World Wide Web wie selbstverständlich aufwachsen, oft bereits in sehr jungen Jahren über die technischen Fähigkeiten verfügen, um mit den sogenannten Neuen Medien umzugehen, die Gefahren häufig aber noch nicht überblicken können.

In dieser Situation kommt Peter Arz ins Spiel: Der Kriminalhauptkommissar ist seit 2007 als Mitarbeiter der Abteilung Kriminalprävention der Polizei Aachen zum Thema „Neue Medien“ in der gesamten Städteregion unterwegs und besucht Schulen, um die Schüler, aber auch deren Eltern über die Tücken, die unter anderem das Internet und Handys so mit sich bringen, aufzuklären.

Am Montagmorgen war der Polizeibeamte nun auf Einladung der Lehrerinnen Brigitte Arinero und Irina Volkova in der Gesamtschule Eschweiler zu Gast, wo die Schüler der fünften und sechsten Jahrgangsstufe auf ihn warteten.

„Menschen, die informiert sind, werden einerseits nicht so leicht Opfer von Straftaten und andererseits seltener Straftaten begehen“, erklärte Peter Arz zu Beginn seines Vortrags, um kurz darauf Zahlen zu nennen, die Anlass zur Sorge geben.

„Laut einer Studie erklärt jeder zehnte Jugendliche, im Internet schon einmal persönliche Daten verraten zu haben. Sogar jeder vierte Jugendliche gab an, sich auf Grund eines Internet-Chats mit einer fremden Person getroffen zu haben!“ In Anbetracht dieser Bekenntnisse sprach der Experte die Gesamtschüler direkt an: „Es ist Fakt, dass ihr über das Internet und euer Handy Menschen kennenlernen werdet.

Der sicherste Platz für ein Treffen ist euer Zuhause im Beisein der Eltern. Lehnt ein sogenannter ‚Freund‘ dies ab und schlägt einen anderen Treffpunkt vor, ist größte Vorsicht geboten. Wer euer Freund sein möchte, der hat nichts dagegen, zu euch nach Hause zu kommen!“, unterstrich der 52-Jährige.

Nach dem eindringlichen Ratschlag, auch keine Telefonnummern oder andere Daten von Freunden weiterzugeben, kam Peter Arz mit der Beleidigung, die bis hin zum Mobbing reichen kann, auf eine im Internet inzwischen weit verbreitete Straftat zu sprechen.

„Mobbing erfolgt absichtlich, wiederholt und über einen längeren Zeitraum“, nannte der Referent Bedingungen für das leider häufig auch in Schulklassen vorkommende Phänomen. „Werdet ihr Opfer von Mobbingattacken, geht nicht direkt auf die Täter zu! Dies führt meistens zu weiteren Aggressionen! Holt euch stattdessen Hilfe. Redet mit Erwachsenen, euren Eltern, euren Lehrern. Und streicht vor allem das Wort ‚petzen‘ aus eurem Sprachschatz“, so der Rat des Polizisten.

„Wer von Mobbing betroffen ist, hat kaum eine Chance, dies auf eigene Faust zu beenden. Somit ist klar: Wer schweigt, hat schon verloren!“ Mobbing bedeute in der Regel „Alle gegen Einen“. Deshalb richte sich die Bitte an die Außenstehenden, dem Opfer zu zeigen, dass es nicht alleine sei. Grundsätzlich müsse bedacht werden, dass es im Internet ein „Rückgängigmachen“ nicht gebe.

„Bilder oder Worte verselbstständigen sich“, machte Peter Arz deutlich, bevor er abschließend einige Grundregeln nannte. „Legt ein gesundes Misstrauen an den Tag. Lasst euch nicht alles gefallen. Seid euch bewusst, dass nicht alles, was technisch machbar ist, auch erlaubt ist. Trefft euch nicht mit Fremden. Ihr könnt mit euren Lehrern über alles reden. Hilfe holen ist kein Petzen. Und seid selbstbewusst, auch einmal Nein zu sagen!“

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