Aachen/Eschweiler - Patentanwalt ist nun katholischer Priester

Patentanwalt ist nun katholischer Priester

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Aachen/Eschweiler. Vor 50 Jahren sah die Welt noch anders aus. Damals war der Altarraum des Doms voller hoffnungsfroher Diakone - rund 40 an der Zahl - die im feierlichen Akt zum Priester geweiht wurden. Heutzutage ist das anders. Einem einzigen Kandidaten legte Bischof Heinrich Mussinghoff während eines festlichen Pontifikalamtes seine Hände auf.

Verhalten, aber ein wenig aufgeregt, wartete Klemens Gößmann auf den größten Augenblick in seinem Leben. Ihn als Spätberufenen zu bezeichnen, ist kein Fehler. Der 43-Jährige, der im westfälischen Erwitte-Horn geboren wurde, fand nach dem Abitur den Weg nach Aachen. Er studierte an der RWTH Elektrotechnik.

Als Diplom-Ingenieur ließ er sich in der Patentabteilung des Philips-Konzerns in Nürnberg anstellen. Als 1998 diese Abteilung nach Aachen verlegt wurde, zog er mit um und wurde Mitglied der Pfarre St. Donatus in Brand.

Das katholische Leben beeindruckte ihn - er gab seine gesicherte Existenz auf und begann 2002 sein Studium der Theologie. Wie alle Spätberufenen lernte er im Studienhaus St. Lambert, einem interdiözesanen Priesterseminar in Lantershofen bei Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Am 25. März 2007 mit den „niederen Weihen” versehen, war Gößmann bis Ostern 2008 in der Gemeinschaft der Gemeinden Aachen-Nord als Diakon eingesetzt.

In der Pfarrkirche St. Donatus feierte Gößmann am nächsten Tag seine Primiz, seine erste Eucharistiefeier als Priester. Seinen ersten Einsatz wird er als Kaplan in der Gemeinschaft der Gemeinden Eschweiler-Mitte meistern.

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