Eschweiler - Parken am Hauptbahnhof: Wohin nur mit dem Blech?

Parken am Hauptbahnhof: Wohin nur mit dem Blech?

Von: Silvia Kurth
Letzte Aktualisierung:
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Heiligs Blechle: Am Eschweiler Hauptbahnhof sind Parkplätze kostbar und nichts für Spätaufsteher. Foto: Silvia Kurth

Eschweiler. Spätaufsteher brauchen gar nicht erst zu versuchen, am Eschweiler Hauptbahnhof einen Parkplatz zu finden. Wobei „spät” hochgestapelt ist. Wer zum Beispiel morgens um 8 kommt, hat gute Chancen zu verzweifeln, weil er sein Auto nirgendwo los wird. Der viel geforderte Umstieg vom Auto auf die Bahn ist streng limitiert.

Das kann nicht im Interesse der Bahn sein. Aber abseits von Schiene und Bahnsteig ist sie aus dem Spiel. „Wir können da nichts bewegen”, erklärt Gerd Felser, Pressesprecher der Deutschen Bahn für NRW. Denn seit einigen Jahren fällt der Bereich Parkplätze in die Zuständigkeit der Kommunen.

Neben dem Bahnhofsgebäude hatte die Stadt auch das Gelände links daneben gekauft. „Nach dem Erwerb durch die Stadt gibt es schon mehr Parkplätze”, sagt Stadt-Pressesprecher Stefan Kaever. Neidvoll blickt der Bahnkunde allerdings auf die reservierten Plätze, die die Stadt nach dem Abriss des Lokschuppens an die Praxen vermietete, die ins Bahnhofsgebäude gezogen waren.

Dem Bahnhof als Park&Ride-Möglichkeit zugeordnet ist noch die kleine Parkpalette an der Odilienstraße/Invalidenstraße, mehr der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. An den umliegenden, engen Straßen stehen die Autos Stoßstange an Stoßstange. Wohin nur mit dem Blech?

Die Frage lässt sich nicht unter kurzfristiger Perspektive beantworten. „Tief im Hinterkopf” hegt die Stadt Pläne, die Park-Infrastruktur auf die andere Seite der Schienen zu verlagern. Auf der Nordseite hat die Stadt längst Grundstücke von der Bahnentwicklungsgesellschaft gekauft, auf denen ein neuer P&R-Platz oder eine Parkpalette entstehen könnten.

Dann müsste der Verkehr allerdings „durch das Firmentor” von F.A. Neumann. „Mittel- bis langfristig ist das vorstellbar”, erklärt Dr. Bernd Hartlich, Leiter des Planungsamtes der Stadt. Einen zeitlichen Rahmen setzt aber auch die Bahn. Denn vor dem Ausbau der Strecke Düren-Aachen-Brüssel mit der Modernisierung des Bahnhofsumfeldes macht das keinen Sinn.

Dennoch heißt es bei der Stadt: „Wir hoffen, dass sich die Situation ein bisschen entspannt.” Wenn alle Parkplätze ausgebaut sind, so Hartlich, stehen an den Haltepunkten der Euregiobahn (Aue, West, Talbahnhof, Nothberg, Weisweiler) 150 bis 200 Parkplätze für die Strecke Aachen-Düren-Köln zur Verfügung.
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