Packende Duelle beim Indeland-Radsporttag

Von: Volker Rüttgers
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Gute Kurvenlage: Graeme Brown, Olympiasieger von 2004, führte das Feld des Hauptrennens noch 12 Runden vor Schluss an, bevor Laurent Didier (3. von vorne) zum erfolgreichen Endspurt ansetzte.
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Volle Konzentration vor dem Start herrschte auch bei den jüngsten Teilnehmern des 5. Indeland-Radsporttages, die in zwei Rennen am Nachmittag über 950 Meter bzw. 1,9 Kilometer auf den Rundkurs in der Eschweiler Indestadt gingen und mit Feuereifer ihre Zuschauer begeisterten. Foto: Volker Rüttgers
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Laurent Didier (Mitte) freute sich über den Sieg im Hauptrennen, Quantec-Indeland-Fahrer Robert Retschke (rechts) über den guten 3. Platz.

Eschweiler. Dank eines atemberaubenden Endspurts über die letzten fünf Runden siegte der Luxemburger Laurent Didier bei der 5. Auflage des Indeland-Radsporttages. Mehr als zehn Stunden lang boten Profis und Breitensportler Radsport vom Feinsten und ließen auf dem knapp einen Kilometer langen Rundkurs durch die Innenstadt die Reifen qualmen.

„Das Schöne ist, dass es hier unglaublich familiär zugeht“, vermutet Rennorganisator Reinhold Systermanns das Geheimnis des mittlerweile überregionalen Erfolgs in der angenehm gemütlichen Atmosphäre des Eschweiler Straßenradrennens.

Vor fünf Jahren wurde der Indeland-Radsporttag ins Leben gerufen, um vor allem Kindern und Jugendlichen den Radsport näher zu bringen, aber auch um Spenden für die Aktion „Kein Kind ohne Mahlzeit“ zu sammeln. Das NRW-Landesprogramm heißt mittlerweile „Alle Kinder essen mit“, die Idee, gemeinsam mit Landesregierung und Kommunen bedürftigen Eltern und Kindern zu helfen, ist geblieben.

So traten sämtliche Sportler, ob Profi oder Amateur, am Sonntag kräftig in die Pedale und begeisterten zahlreiche Radsportfans am Rande der Strecke mit spannenden Kopf-an-Kopf-Duellen und rasanten Überholmanövern. Vor allem im Hauptrennen am frühen Sonntagabend lieferten sich der Tour-de-France-Teilnehmer Laurent Didier aus Luxemburg und der ehemalige Olympiasieger Graeme Brown aus Australien ein heißes Rennen.

Bildeten zum Start des Rennens noch der Quantec-Indeland-Fahrer Florian Monreal und Sven Rehbein vom RSV Düren das Spitzenduo, so holten Graeme Brown und Laurent Didier schnell auf. Gemeinsam mit Bob Jungels, ebenfalls vom Team Radioshack-Leopard, das auch bei der Tour-de-France gestartet war, fuhren die beiden Kontrahenten während des gesamten Rennes immer in dier Spitzengruppe oder in Schlagweite der vordersten Fahrer.

Noch 12 Runden vor Schluss der 80,75 Kilometer langen Strecke lag Brown in Führung. und schien seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. Doch mit einem fulminanten Endspurt schaffte es Laurent Didier vom Team Radioshack Leopard dann doch noch, als Erster über die Ziellinie auf der Uferstraße zu rollen.

Mit einem bemerkenswerten dritten Platz stimmte Quantec-Indeland-Fahrer Robert Retschke seinen Teamchef Markus Ganser sehr zufrieden.

Nicht nur zufrieden, sondern überaus erfreut zeigten sich die Organisatoren des 5. Indeland-Radsporttages vor allem über die große Zahl an Kindern, die an den beiden Nachmittagsrennen teilgenommen hatten. Ein Beweis dafür, dass der Radsport trotz Doping-Skandalen und gefallenen Tour-Stars von einst nichts von seiner Faszination verloren hat. „Das ist natürlich Gift für den Sport, aber wir glauben, dass Kinder und Jugendliche im Radsport dennoch gut aufgehoben sind“, wirbt Reinhold Systermanns für die Sportart auf zwei Rädern.

Bevor es die Profis im Hauptrennen so richtig spannend machen konnten, zeigten am Sonntagmorgen die Schüler U15 auf 32 Runden à 950 Metern Spitzenleistungen. Constatin Tebreck vom RC Bocholt siegte hier vor dem Gütersloher David Westhoff-Wittwer und Luca Bröcher vom Team „Räds Düsseldorf“. In der U17-Wertung der Männer dominierte Heiko Homrighausen vom RC Zugvogel 09 Aachen, Domink Bauer (VfR Büttgen 1912) und Robert Deike (SG Radschläger Düsseldorf) folgten auf den Plätzen.

Mit viel Speed waren auch die Junioren U19 auf dem zum Glück trockenen Straßenkurs unterwegs, dessen unebene Beläge bei Regen mit Sicherheit eine zusätzliche Herausforderung dargestellt hätten. Hier setzte sich nach 60 Runden Aaron Grosser vom RSV Unna 1968 an die Spitze und siegte vor Jaap De Jong (Wilton Cycling Team) und Paul Cremmers (WV De Jonge Renner).

Mit den Senioren 2, 3 und 4 sowie der Männer-C-Klasse wurde der Kurs am frühen Nachmittag dann so richtig für die Profis warm gefahren. Rainer Beckers vom Team Hy-Bau-Tec-Master gewann den ersten Wettbewerb vor Harald Frank von Squadra Ciclismo Colonia und Stephan Schruff vom RC Zugvogel 09 Aachen.

Stephan Schwarz (Verein Cölner Straßenfahrer 08) erreichte die oberste Stufe auf dem Siegertreppchen im C-Klasse-Rennen und setzte sich gegen Daniel Knyss (merkur-druck.com) und Dominik Preugschat (RSC 1984 Betzdorf) durch.

Auch wenn die Zuschauerzahl verglichen mit dem Vorjahr etwas geringer ausfiel, konnten die Organisatoren vom Qunatec-Indeland-Team und der Radsportabteilung der Eschweierl SG mit dem Radsporttag in Eschweiler überaus zufrieden sein. „Gute Stimmung, klasse Sport, begeisterte Zusachauer, was will man mehr?“, wusste auch Udo Bährens, der vom ersten Renenn am Morgen bis zu Hauptrennen am frühen Abend am Kommentatoren-Mikro saß.

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