Ordnungshelfer: Erfolgsprojekt feiert seinen 5. Geburtag

Von: psi
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Ein interessanter Ausflug als Dankeschön: Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer des Ordnungsamtes bei der Besichtigung des Prysmian-Kabelwerkes. Foto: Paul Santosi

Eschweiler. Es war eine Idee von Bürgermeister Rudi Bertram und Ordnungsamtsleiter Edmund Müller, die im Frühjahr 2006 dazu führte, freiwillige Helfer als Unterstützer der hauptberuflichen Mitarbeiter des Ordnungsamtes zu engagieren. Wobei das Wort „Engagement” näher erklärt werden muss. Denn es handelt sich im besten Sinne um ehrenamtliche Helfer, da sie für ihre Tätigkeit nicht bezahlt werden.

„Die zwanzig Personen, übrigens ausnahmslos Herren, im Dienste der Stadt ersetzen unsere reguläre polizeiliche und ordnungsbehördliche Arbeit nicht, sie ergänzen diese”, so Edmund Müller, der in diesen Tagen auf fünf Jahre eines dauerhaften und erfolgreichen Projektes zurückblicken kann. „In anderen Kommunen der Region hat das nicht so gut funktioniert wie in Eschweiler.”

Die ehrenamtlichen Ordnungshelfer unterstützen vor allem bei der Verhütung und Beseitigung von Verunreinigungen, haben einen Blick auf Vandalismus-Schäden und illegale Müllentsorgung. Bei Vorfällen dieser Art nehmen sie Hinweise der Bürger an und können entweder selbst unbürokratisch eingreifen oder Hinweise an das Ordnungsamt und andere zuständige Stellen weiterleiten.

Hört sich irgendwie nach „Blockwart” oder „Petze” an? „Nein, genau das ist es nicht”, bekräftigt Edmund Müller, der sich um das Image der Ehrenamtler sorgt. „Im Gegenteil: Menschen, die sich unentgeltlich für das Allgemeinwohl einsetzen, sind ein Geschenk für die Gesellschaft”, betont er. Oft genug bekomme er mit, dass die Helfer selbst Hand anlegen und beispielsweise wild entsorgten Müll in eigener Regie beseitigen.

Das sei gelebte Verantwortung und kein Denunziantentum. Ob es Konfliktsituationen in der täglichen Arbeit gibt? Das kann Edmund Müller bejahen: „Wir weisen unsere Ehrenamtler eindeutig an, sich nicht in solche Situationen zu begeben.” Wenn sie jedoch uneinsichtige Mitmenschen auf ihr Fehlverhalten aufmerksam machen, dann komme es schon mal zu einer etwas intensiveren Aussprache. Letztlich übten die Ordnungsamtshelfer jedoch keine hoheitlichen Befugnisse aus, sondern überlassen die Arbeit in eskalierenden Situationen den Behörden.

„Motivation erreichen wir zum Beispiel über unsere regelmäßigen Treffen, die drei- bis viermal pro Jahr stattfinden. Da besuchen wir schon mal gemeinsam mit haupt- und nebenamtlichen Kollegen ein ortsansässiges Unternehmen und blicken hinter die Kulissen”, erläutert Edmund Müller. So wie in der vergangenen Woche, als die Gruppe einen Blick in das Kabelwerk Prysmian an der Dürenerstraße warf. Der Leiter des Ordnungsamtes betont, das er sich jederzeit über Mitbürger freut, die selbst als ehrenamtliche Helfer tätig werden wollen.
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