Eschweiler-Röhe - Onjekauchde starten in die Session

Onjekauchde starten in die Session

Von: vr
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Beste Stimmung bei den Röher Karnevalisten.

Eschweiler-Röhe. Zünden die Pointen meiner Rede an der richtigen Stelle, spielen wir die neuen Stücke ohne falsche Töne, klappen alle Tanzschritte und Hebefiguren? Sie ist die Generalprobe für die vielen Aktiven in der Karnevalshochburg Eschweiler und auch in Röhe sollte die Sessionseröffnung der KG Onjekauchde den Vorgeschmack auf eine wunderbare „Grenzenlos jeck“-Session geben.

Natürlich darf bei einer Generalprobe auch schon einmal etwas schief gehen: Als die Husarengarde der gastgebenden Gesellschaft vollständig auf der Bühne der Mehrzweckhalle aufmarschiert war, klang plötzlich das falsche Lied aus den Lautsprechern. Kein Problem, die Röher Karnevalisten sind Profis im Improvisieren und ließen die Damen einfach etwas später ein zweites Mal in den Genuss eines umjubelten Einmarsches kommen, dieses Mal klappte es auch mit der richtigen Musik und die vom begeisterten Publikum geforderte Zugabe entschädigte für das Lampenfieber mancher Tänzerin. Der Auftritt der Husarengarde wurde also ein voller Erfolg, genauso wie der von Tanzmarie Michelle Schumacher zum Auftakt der Sessionseröffnung.

Nervosität auf der Bühne scheint für ihn hingegen ein Fremdwort zu sein, der so ziemlich jede Karnevalsbühne Eschweilers und der Umgebung in den vergangenen Jahrzehnten kennen gelernt haben dürfte: Peter Deutschle ist immer noch ein „Jong usm Leävve“ und nimmt kein Blatt vor den Mund, denn: „Ich bin der Vertreter der harmlosen, aber niveauvollen Rede“.

Dass die Bütt in Röhe internationales Format erlangen sollte, dafür sorgte Patricia Rosemonday alias Pia Kolvenbach. Die Weisweilerin hat das Husarentanzkostüm der „Höppe Kroetsch“ gegen ein Glitzer-Galakleid und die Tanzschuhe gegen das Mikrofon getauscht. Eine gute Idee, denn ihre amüsanten Anekdoten über diverse Wanderausflüge von Norbert „Double U“ Eiländ, Wulfgäng Mörtens und Al Beautyborn unterhielten das Röher Publikum köstlich. Vom „Brad Pitt des Eschweiler Karnevals, Marc Angelheart“ bis zum „Wild West-Bad Ro He“ lieferte sie in ihrer Rolle als Botschafterin der „Academy of lifestyle and amazing friendship“, kurz „ALAAF“, eine Oscar-reife Laudatio mit ganz viel Glamourfaktor.

Diesen braucht Manfred-Martin Nutsch-Mai als „Manni, der Rocker“ wahrlich nicht, wenn er über seine Heimatstadt Düsseldorf herzieht und vom „Männer-Syndrom“ erzählt, bei dem sich der Bauchnabel von Jahr zu Jahr immer mehr von der Wirbelsäule entferne. „Ich sitze im Flieger gerne ganz vorne, dann kommt beim Absturz wenigstens der Getränkewagen nochmal vorbei“, Manni ist pragmatisch und hatte auch am Samstag wieder das Herz auf der Zunge.

Mit ihrer Showtanzgruppe „Firebirds“ und beeindruckendem Uniformiertenkorps statteten die Freunde des KG Kirchspiel Lohn den Röhern einen Besuch ab.

Während sich die Trompeter der „Weisweiler“ und Eschweilers Newcomer-Band „Bohei“ zusammen mit Saalmusiker Peter-Heinz Arnolds um die richtigen musikalischen „jecke Tön“ kümmerten, lieferte der Gastbesuch seiner Gesellschaft, der Narrengarde Dürwiß, den richtigen Rahmen für den designierten Prinzen Patrick I., eine Wettschuld einzulösen. Vor einem Jahr hatte er mit Röhes Präsident und bekennendem FC-Fan René Schönenborn gewettet, dass es seinem Herzensclub, der Borussia aus Mönchengladbach, noch gelingen würde, am Ende der Saison vor dem Rivalen vom Rhein in der Bundesligatabelle zu landen.

Dies sollte nicht gelingen, so dass Dürwiß‘ Präsident Patrick Nowicki nun seine Wettschuld beglich und am Samstag auf der Röher Bühne, ganz in rot-weiße FC-Fanausstattung gehüllt, mehrere Liter Kölsch spendierte. Denn Wettschulden sind Ehrenschulden und eine Generalprobe muss nicht immer misslingen, damit die Premiere erfolgreich verläuft, so die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Röher Karnevalsvorgeschmack.

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