Eschweiler - Ohne ihn wäre die Nachbarhilfe nicht denkbar

Ohne ihn wäre die Nachbarhilfe nicht denkbar

Von: mic
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Mit Behörden kennt er sich bestens aus; bis heute ist Karl-Heinz Utlaut als Betreuer tätig. Morgen feiert der Wahl-Bergrather seinen 80. Geburtstag. Foto: Michael Cremer

Eschweiler. Er ist einer der Gründungsväter der Eschweiler Nachbarschaftshilfe, die 1994 auf Betreiben des damaligen Stadtdirektors Claus-Dieter Härchen ins Leben gerufen wurde. Am Dienstag feiert der Wahl-Bergrather Karl-Heinz Utlaut seinen 80. Geburtstag.

14 Jahre lang war „Charly”, wie ihn die meisten Bergrather noch heute nennen, gemeinsam mit seiner Frau Hannelore für die gemeinnützige Initiative tätig, die im Seniorenzentrum an der Marienstraße beheimatet ist und deren Aufbau er organisiert hat. Vor allem beim Schriftverkehr mit Behörden konnte Karl-Heinz Utlaut Hilfesuchende stets kompetent unterstützen, und das kam nicht von ungefähr: Als der gelernte Bäcker wegen einer Allergie umsatteln musste, besuchte er von 1967 bis 1968 die Verwaltungsschule und trat danach seinen Dienst bei der Stadt Eschweiler an, wo er zunächst im Ordnungs-, dann im Sozialamt und später bis zur Pensionierung als Vollzugsbeamter arbeitete.

Karl-Heinz Utlaut wurde am 22. März 1931 in der Nähe von Bad Segeberg geboren. Hier, nicht weit von Hamburg, erlebte er seine Jugendtage. Eine schöne Erinnerung aus diesen Zeiten sind die Fahrten mit dem Rad in die Großstadt, wenn der HSV und St. Pauli beim Derby aufeinandertrafen. Sein späterer Beruf als Bäcker, in dem er es zum Meister brachte, war letztlich „schuld” daran, dass es ihn und seine Frau Hannelore 1957 nach Eschweiler verschlug: Sein Schwager führte an der Bohler Straße eine Bäckerei. Wie wohl sich Utlaut in seiner neuen Heimat fühlte, mag auch die Tatsache belegen, dass er sich dem Spielmannszug Bergrath anschloss. Als dessen Geschäftsführer organisierte er die Internationalen Musikfeste in den Jahren 1976 und 1981.

Aus der Arbeit bei der Nachbarschaftshilfe zog er sich 2008 aufgrund einer Erkrankung seiner Ehefrau Hannelore zurück, mit der er seit 55 Jahren verheiratet und für die er rund um die Uhr da ist. Ganz lassen kann Karl-Heinz Utlaut die ehrenamtliche Arbeit dennoch nicht: Noch heute ist er für zwei Nachbarn als Betreuer tätig. Für sein Engagement wurde er 2001 am Tag des Ehrenamtes ausgezeichnet, doch das größte Lob hielt Bürgermeister Rudi Bertram bei seiner Verabschiedung im Jahr 2008 parat: „Ohne Sie und Ihre Frau wäre die Nachbarschaftshilfe Eschweiler nicht denkbar.”

Zum 80. Geburtstag laden die Utlauts, deren ganzer Stolz ihre beiden Enkeltöchter Lisa (13) und Laura (11) sind, für Dienstag zu einem kleinen Empfang. Ab 15 Uhr ist jeder, der gratulieren möchte, im Haus Heibachstraße 41a herzlich willkommen.
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