Eschweiler - Offizielle Eröffnung: Viel Lob fürs Jobcenter-Gebäude

Offizielle Eröffnung: Viel Lob fürs Jobcenter-Gebäude

Von: Tobias Röber
Letzte Aktualisierung:
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Gabriele Hilger (Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Aachen-Düren sowie Vorsitzende der Jobcenter-Trägerversammlung), Eigentümer Dr. Michael Hofmann, Jobcenter-Geschäftsführer Stefan Graaf, Jürgen Schoenen (Leiter der Eschweiler Jobcenter-Geschäftsstelle) sowie Bürgermeister Rudi Bertram (v.l.) bei der Schlüsselübergabe.
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60 Mitarbeiter des Jobcenters sind kürzlich in das ehemalige Postgebäude an der Rosenallee umgezogen. Foto: Tobias Röber

Eschweiler. Es war ein launiger Empfang gestern Mittag im Jobcenter an der Rosenallee. Nach dem Umzug wurden die Räume in der ehemaligen Post nun offiziell eingeweiht.

Eigentümer des Gebäudes ist Dr. Michael Hofmann, der rund 3,5 Millionen Euro in den Umbau des ehemaligen Postgebäudes und den Neubau des Postbank-Gebäudes an der Franzstraße investiert hat. Es war im Jahr 2010/11 – so erzählte er gestern – als er überlegte, „irgendwo zu investieren“. Um es kurz zu machen: Es wurde das denkmalgeschützte Gebäude an der Rosenallee, das zu der Zeit an die Post vermietet war. Der Mietvertrag lief bis 2023. Kurz darauf flatterte dennoch eine Kündigung ins Haus. Dr. Hofmann hakte nach und im Kleingedruckten fand sich ein Sonderkündigungsrecht.

Also begannen die Überlegungen, was aus der Liegenschaft nach dem Auszug der Post werden könne. Barrierefreies Wohnen und ein Ärztehaus zählten zu den Überlegungen. Dann fiel Dr. Michael Hofmann eine Zeitungsagentur der Bundesagentur für Arbeit in die Hände. „Ich dachte damals sofort: Hey, die suchen deine Immobilie“, führte er aus. Wenige Wochen später saß er schon mit Jobcenter-Geschäftsführer Stefan Graaf am Tisch und unterzeichnete den Mietvertrag, der über einen Zeitraum von zehn Jahren läuft.

Stefan Graaf lobte den Eigentümer gestern sehr. „Dr. Michael Hofmann ist kein klassischer Investor der Immobilienschule. Er ist mit viel Herzblut dabei.“ Von Anfang an sei man in guten Gesprächen gewesen. Graf betonte, dass in den neuen Räumen rund zwölf Prozent der Eschweiler Bevölkerung betreut würden.

Die Begrüßung war zuvor Bürgermeister Rudi Bertram vorbehalten, der mit den Worten „Ich darf Sie in der Post begrüßen“ eröffnete. Er lobte das schöne Ambiente und blickte zunächst zurück. „Als wir gehört haben, dass die Post das Gebäude verlässt, haben wir uns schon gefragt: Was passiert denn jetzt?“ Mit dem Ergebnis zeigte er sich mehr als nur zufrieden. Er appellierte an alle Mitarbeiter: „Wir müssen alle eine große Herausforderung meistern. Wir müssen uns um die Menschen in Eschweiler und der übrigen Städteregion kümmern.“ Dafür brauche man vernünftige Rahmenbedingungen und die habe man unter anderem mit diesem neuen Gebäude geschaffen.

Gabriele Hilger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Aachen-Düren sowie Vorsitzende der Jobcenter-Trägerversammlung, griff ebenfalls auf den Vormieter zurück. „Ich wünsche mir, dass hier die Post abgeht“, sagte sie. Sie freute sich, dass die Mitarbeiter nun an einem Standort arbeiten. Das sei wichtig und dieses schöne Gebäude sei auch ein Zeichen an die Kunden des Jobcenters.

Denkmalschutz

Um den Anforderungen gerecht zu werden, wurde das denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahr 1914 umgebaut. So ist der Balkon im Innenhof hellen Büroräumen mit Glasfassade gewichen. Da der Haupteingang nicht barrierefrei ist, wurde im Innenhof ein Rollstuhlaufzug installiert und auch der zweite Aufzug wurde erneuert. Bislang fuhr er nur vom Erdgeschoss bis in die erste Etage, nun sind alle Etagen vom Keller bis zum dritten Stock mit dem Fahrstuhl zu erreichen. Der Denkmalschutz musste selbstredend eingehalten werden. So wurden sämtliche noch vorhandene Türen belassen.

Fallmanagement & Co.

Seit der Eröffnung der neuen Räume werden die rund 6700 Personen, darunter rund 4700 sogenannte erwerbsfähige Leistungsberechtigte in 3300 Bedarfsgemeinschaften, von den 60 Mitarbeitern aus den Bereichen Eingangszone, Arbeitsvermittlung, Fallmanagement und Leistungsgewährung an einem Standort betreut. An Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts zahlt die Geschäftsstelle monatlich rund 3,1 Millionen Euro aus, davon rund 1,25 Millionen Euro für Unterkunfts- und Heizkosten.

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