Nur Schirme sind diesmal beim Stadtfest ein Kassenschlager

Von: irmi
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Tristesse in der Innenstadt: In den Einkaufsstraßen herrschte stundenlang gähnende Leere. Foto: I. Röhseler

Eschweiler. Was für ein Jammer. Alle Mühen und Vorbereitungen waren umsonst. Die heftigen Regenfälle ließen das Stadtfest am Sonntag regelrecht ins Wasser fallen. Tristesse und verkniffene Gesichter, wohin man auch blickte.

Es war ja auch in der Tat höchst unangenehm, bei diesem Wetter durch die Einkaufsstraßen zu schlendern. Wer es doch wagte, wurde regelrecht vom Regen durchweicht und durfte sich anschließend erst einmal wieder trockenlegen.

Nun denn, einige trotzten der Wasser- und manchmal auch Hagelmassen und kämpften sich - mit Regenschirmen bewaffnet - durch die Innenstadt. Die Geschäfte schienen wie verlassen, nur hier und da sah man einige Kaufwillige.

Dabei hatten sich die Einzelhändler wieder bestens vorbereitet und viele Aktionen geplant. Doch daraus wurde so gut wie nichts. Die Außenstände wurden erst gar nicht aufgebaut, nur die Metzger und Bäcker boten wohltuend heiße Gerichte und Getränke an.

Statt ihre Regenschirme zu verkaufen, nutzten die fliegenden Händler die schützenden Paraplüs sogar selbst, um ihre Ware vor den Wassermassen zu schützen. Und da waren dann noch die hartgesottenen Musiker, die dem Wetter trotzten und ihr Konzert professionell durchzogen.

Hut ab! Denn Programm ist Programm - sagten sich die meisten Bands und Korps, versüßten den Stadtfestbesuchern den grauen Tag mit musikalischen Klängen und versuchten die Regenwolken regelrecht wegzutrommeln.

Erst am späten Nachmittag hatte Petrus Erbarmen und die Innenstadt füllte sich etwas mit Menschen. So konnten sich wenigstens Prinz Stephan in spe und der künftige Zeremonienmeister Leo trockenen Fußes in Süßigkeiten aufwiegen lassen. Obwohl - nasse Kleidung hätte etwas mehr auf die Waage gebracht.
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