Notrufmissbrauch: Das kann teuer werden

Von: irmi
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Eine böswillige Alarmierung ließ am Montagabend sieben Einsatzfahrzeuge und 25 Feuerwehrleute an die Wollenweberstraße ausrücken. Das wird teuer für den Anrufer. Foto: Timo Müller

Eschweiler. Sieben Einsatzfahrzeuge und 25 Feuerwehrleute rückten am Montagabend gegen 19 Uhr zur Wollenweberstraße aus, weil ein noch unbekannter Anrufer einen Wohnungsbrand gemeldet hatte. Die Retter waren innerhalb weniger Minuten vor Ort und machten sich auf die Suche nach dem gemeldeten Feuer.

Schließlich stellte sich nach ausgiebiger Recherche heraus, dass jemand böswillig die Feuerwehr alarmiert hatte. Notrufmissbrauch wird strafrechtlich verfolgt. Die Feuerwehr hat Anzeige erstattet, denn sie hat nicht nur die Mobilfunknummer des Anrufers, sondern auch seine Stimme auf Band.

Denn jeder Notruf wird dokumentiert und aufgezeichnet. Der Anrufer, der die Wehr am Montagabend auf den Plan rief, darf sich jetzt nicht nur auf ein Ermittlungsverfahren „freuen“, sondern er muss auch die gesamten Kosten des Einsatzes berappen. Ein Feuerwehrmann (hauptamtlich) kostet beispielsweise pro Viertelstunde 11,75 Euro, eine Drehleiter pro 15 Minuten 16 Euro und ein Löschfahrzeug pro Viertelstunde 7,36 Euro.

„Wer glaubt, man könne die Nummer unterdrücken, liegt falsch. Wer den Notruf 112 tätigt, kann auf jeden Fall identifiziert werden“, informiert Axel Johnen, Leiter der Eschweiler Feuerwache. Früher hätte man die Karte aus dem Handy rausnehmen können und dann den Notruf betätigen können. „Das ist nicht mehr möglich und das ist auch gut so, denn seitdem ist die Tendenz der böswilligen Alarmierungen stark rückläufig.“

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