Nördliche Innenstadt: Römer nennt Pläne „vernünftig“

Von: pan
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Eschweiler. Wenn prominente Landespolitiker in diesen Wochen auf Erkundungstour gehen, dann ist dies sicherlich nichts Besonderes. Der Wahlkampf nimmt langsam an Fahrt auf und lockt die Politiker aus Düsseldorf in die Städte. Der Besuch des SPD-Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Norbert Römer, am Mittwoch in Eschweiler wollte in diese Kategorie jedoch nicht passen.

Zwar befanden sich in seinem Tross Indestädter, die der SPD nahe sind, schließlich hatte der Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling eingeladen, allerdings stand viel auf dem Spiel: die Zuschüsse für die Erneuerung der nördlichen Innenstadt. Nach seinem Rundgang stellte Römer fest: „Ohne dem Ministerium vorgreifen zu wollen, die Projekte in Eschweiler sind vernünftig und erfüllen alle Fördervoraussetzungen.“ Will sagen: Die erhofften Millionen werden nach Eschweiler fließen.

Römer wurde gestern bei der abschließenden Runde am Blausteinsee nicht müde zu betonen, dass er den Strukturwandel kenne. Als das Aus der Steinkohle kam, war er in der Industriegewerkschaft Chemie, Bergbau und Energie tätig und erlebte das Zechensterben in der Region. „Uns ist darum nicht Bange um das Rheinische Revier“, sagt er. Er mahnte jedoch zum Zusammenhalt der Kommunen, denn der Wandel sei nur gemeinsam zu schaffen.

Eine gute Gelegenheit, den Schulterschluss im Rheinischen Revier zu demonstrieren, soll die Regionale 2022 bieten, bei der immerhin 100 Millionen Euro Fördermittel winken. Zur Erinnerung: Eschweiler profitierte von der Euregionalen im Jahr 2008 unter anderem mit Zuschüssen für das Seezentrum am Blausteinsee.

Römers Reise durch die Stadt führte auch zum Kraftwerk und zum Industrie- und Gewerbepark, wo weitere Industrieflächen erschlossen werden sollen. Denn nach Möglichkeit müssen neue Industriearbeitsplätze geschaffen werden. Eschweilers Vorteil im Vergleich zu anderen Kommunen im Rheinischen Revier: Es sind Industrieflächen vorhanden. Dies weckte Römers Idee: „Warum produziert die DHL ihr Elektroauto in Zukunft nicht in Eschweiler?“ Er werde sich auf jeden Fall dafür einsetzen, dass dieser Zweig der DHL innerhalb Nordrhein-Westfalens expandiere. Das klang dann schon eher nach Wahlkampf.

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