Eschweiler - Nördliche Innenstadt: Plötzlich ist sogar der Tunnel wieder Thema

Nördliche Innenstadt: Plötzlich ist sogar der Tunnel wieder Thema

Von: Patrick Nowicki
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Überschaubare Besucherreihen: Vor allem Kommunalpolitiker und Interessenvertreter äußerten sich am Donnerstagabend zur Zukunft der City. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Es war genau um 19.37 Uhr. Der Startschuss zum Ideenwettbewerb für die nördliche Innenstadt war vor eineinhalb Stunden gefallen, da taucht ein altes Thema gespensterhaft wieder auf: der Indetunnel. Bei der Frage, was mit der Indestraße, der Autobahn mitten durch den Stadtkern, geschehen soll, meldete sich Architekt Tom Krause zu Wort.

Aus seiner Feder stammt die Idee, die allerdings schon vor Jahren geboren wurde und es nie zur Realisierung gebracht hat. Aus Kostengründen. Die Mitarbeiter von der Stadtverwaltung schreiben dennoch fleißig mit. An diesem Abend geht es eben nicht darum, Entscheidungen und Urteile zu fällen, sondern einfach nur Anregungen zu sammeln.

Die große Frage, die am Donnerstagabend im Ratssaal über allem schwebt: Wie soll es mit der nördlichen Innenstadt weitergehen? Erste Antworten darauf sollen im nächsten Sommer vorliegen, einige Ideen liefert die Auftaktveranstaltung im Rathaus. Die wenigsten davon sind allerdings neu.

Und so verwundert es ein wenig, dass an diesem Abend größtenteils Interessenvertreter von Verbänden, Vereinen und Parteien den Ratssaal teilweise füllen. Die meisten Bürger der Innenstadt belohnten nicht den neuen Weg der Stadtverwaltung, die Menschen früh einzubinden. Aber es gibt ja noch andere Wege, die Zukunft des historischen Stadtkerns an der St.-Peter-und-Paul-Kirche mitzugestalten. Per E-Mail, Post oder Telefon. Bis zum 1. Januar.

Nördlich der Inde schlägt das historische Herz der Stadt, denn der Süden war bis Mitte des 19. Jahrhunderts kaum besiedelt. Damit es weiter pulsiert, will die Stadtverwaltung tätig werden, aber sie kann es nicht alleine stemmen.

„Im Norden der Innenstadt ist es eben nicht getan, ein Paar Laternen neu zu setzen, Bäume zu pflanzen und die Straße zu erneuern”, betont der Technische Beigeordnete Hermann Gödde. Zu vielfältig sind die Probleme: eklatante Leerstände, kaum Grünflächen, die teilweise fünfspurige Indestraße. Aber das Viertel habe große Stärken und Chancen, die man herausarbeiten müsse, so der Dezernent. „Sie, die Bürger, sind die Experten für Ihr Wohnviertel”, hofft er auf viele Ideen.

Bis zum 1. Januar will die Verwaltung Ideen der Bürger sammeln, sortieren und dann die Ergebnisse erneut den Bürgern präsentieren.
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