„Niklas“ hat Indestadt im Griff

Von: Sonja Essers
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In Dürwiß drohte ein Baum auf ein Haus zu kippen. Dieser befand sich bereits in einer Schräglage von 70 Grad. Foto: Sonja Essers

Eschweiler. Starkregen und Sturmböen: Sturmtief „Niklas“ hatte am Dienstag die Indestadt fest im Griff. Nicht nur die Schirme zahlreicher Bürger knickten ein. Das Sturmtief entwurzelte auch etliche Bäume im Stadtgebiet und hielt damit die Feuerwehr ganz schön auf Trapp.

Bereits um 4.47 Uhr ging der erste Notruf in der Hauptwache am Florianweg ein. Der Sturm hatte einen Baum am Nothberger Ortsausgang Richtung Hücheln entwurzelt. Bis Dienstag Nachmittag mussten die Feuerwehrkräfte zu neun Einsätzen dieser Art ausrücken. So auch an der Mittel- und Phönixstraße sowie an der Rue des Wattrelos.

Grünflächenamt rückt aus

An der Jülicher Straße drohte sogar ein Exemplar auf ein Haus zu kippen. Der Baum befand sich bereits in einer Schräglage von 70 Grad und wurde zunächst von den Rettern gesichert. Auch der Baum daneben hatte sich bereits aus dem Erdreich gelöst. Erst nachdem ein Mitarbeiter des Grünflächenamtes ausgerückt war, konnte jedoch entschieden werden, ob die Bäume gefällt werden müssen oder nicht. „So etwas ist nicht in fünf Minuten getan“, meinte Wehrleiter Axel Johnen.

Zeitgleich fand ein Einsatz an der Gartenstraße statt. Am Nebengebäude des Städtischen Gymnasiums hatte sich eine Dachpfanne gelöst. Durch den Einsatz der Drehleiter konnte diese allerdings vom Dach geholt werden.

Verletzt wurde bei den Einsätzen niemand. Nicht selbstverständlich, schließlich mussten sich die Retter am Dienstag auch um lose Verkehrs- und Reklameschilder kümmern. Ein größerer Sachschaden sei jedoch nicht entstanden, berichtete Johnen.

Im Einsatz waren nicht nur die Helfer der Hauptwache, sondern auch der Freiwillige Löschzug aus Kinzweiler, der die Kollegen bei den Einsätzen am Vormittag unterstützte. Insgesamt rückten 20 Feuerwehrleute zu den Einsätzen aus.

Entwarnung konnte Johnen Dienstag Nachmittag noch nicht geben. Immerhin wurden auch in Eschweiler Windstärken von bis zu 120 Kilometer pro Stunde gemessen. „Es sieht also noch nicht so aus, als wenn es sich beruhigen würde“, meinte Johnen.

Unwetterwarnung bis 23.30 Uhr

Er war jedoch davon überzeugt, dass es die Indestadt auch schlimmer hätte treffen können. „Momentan sind kaum Blätter an den Bäumen. Hätten wir mehr Blätter, dann wären wahrscheinlich auch noch mehr Bäume umgestürzt.“

Die Unwetterwarnung für die Region dauerte bis Dienstagabend 23.30 Uhr an. Sie beinhaltete orkanartige Böen bis zu Windstärke elf.

Auch der Bahnverkehr wurde von Sturmtief „Niklas“ beeinflusst. Nicht nur die Deutsche Bahn zog aus dem schlechten Wetter ihre Konsequenzen und stellte den Nahverkehr vormittags komplett ein. Auch die Euregiobahn fuhr nicht.

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