Eschweiler - Nicht nur schicker Neubau soll Wehr attraktiver machen

Nicht nur schicker Neubau soll Wehr attraktiver machen

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Eschweiler. Mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen will die Stadt den Dienst bei der Eschweiler Feuerwehr attraktiver machen. So werden zum Beispiel schon jetzt – was nicht überall der Fall sein soll – sämtliche Mehrarbeitsstunden bezahlt oder auf Wunsch mit Freizeit ausgeglichen.

Die Änderung der Arbeitszeitverordnung ab 2007 war Anlass, die Personalsollstärken zügig zu erhöhen und, so betont die Verwaltung, „nicht – wie viele Großstadtfeuerwehren – durch eine sogenannte Opt-out-Regelung von ihren Feuerwehrbeamten die freiwillige – teils vergütungslose – zusätzliche Ableistung auf dem alten Arbeitszeitstand (54 statt 48 Wochenstunden) zu verlangen“.

Der Fitnessraum im Keller der Feuerwache wurde renoviert und mit neuen, besseren Geräten ausgestattet.

Die Beibehaltung des 24-Stunden-Schicht-Modells nach der Änderung der Arbeitszeitverordnung, so heißt es seitens der Verwaltung, erfolgte „auf Drängen und im Interesse der Mitarbeiter“. Ob hier Änderungsbedarf besteht, soll nun in einer Arbeitsgruppe geprüft werden.

Dem schon 2007 abzusehenden allgemeinen Nachwuchsmangel begegnet die Stadt dadurch, dass sie gemeinsam mit benachbarten Wehren ihren Nachwuchs selbst ausbildet. Am 1. April beginnt ein neuer Lehrgang mit rund 20 jungen Leuten.

Inzwischen gibt es hier auch eine strukturierte Führungsnachwuchsförderung und Beförderungsregelungen, die zur Zeit überarbeitet werden.

Die räumliche Situation in der Feuer- und Rettungswache wird sich auch für die hauptamtlichen Kräfte verbessern, wenn für die freiwilligen Kräfte der geplante Neubau auf dem jetzigen Hubschrauberlandeplatz zur Verfügung steht.

Last not least pflegen die Feuerwehren gleicher Organisationsstruktur (Freiwillige Feuerwehr mit hauptamtlich besetzter Wache) und gleicher Größenordnung auf der Leiterebene vor allem im ehemaligen Kreis Aachen einen ständigen, regen Informationsaustausch. Mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitssituation und des Arbeitsklimas können so sehr frühzeitig übernommen werden.

„Das alles“, so betont die Verwaltung in einer Vorlage an den Haupt- und Finanzausschuss, „kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Feuerwehrberuf ein sehr anspruchsvoller, aber auch ein körperlich und seelisch anstrengender Beruf ist und bleibt. Daran ändern auch sämtliche Bemühungen, der Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern angemessen nachzukommen, nichts.“

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