Nicht nur Landwirte gedenken der heiligen Brigida

Von: ph
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Pfarrer Norbert Crampen segnete während der Brigidamesse in der Pfarrkirche St. Severin in Weisweiler Wasser und Brot und war erfreut über den guten Besuch der vielen Gläubigen. Foto: Peter Hartmann

Eschweiler. In der Weisweiler Pfarrkirche St. Severin fand am Dienstagfrüh die Brigidamesse bei den Landwirten, vielen weiteren Erwachsenen und den Mädchen und Jungen der 3. und 4. Klasse der Weisweiler Gemeinschaftsgrundschule großen Anklang.

Pfarrer Norbert Crampen erinnerte an die in Irland etwa 450 geborene Äbtissin Brigida. Das war eine Zeit, in der in ihrer irischen Heimat die keltische Kultur von der christlichen abgelöst wurde. Deren Verehrung begann in Deutschland nach Beendigung des 30-jährigen Krieges. Brigida verband Welten miteinander, gründete Klöster, und alles, was sie berührte, wuchs und gedieh. Auch die Verbindung der Pfarrpatronin zu den Tieren zeigte diese Eigenart, Unterschiedliches und Gegensätzliches miteinander zu verbinden.

Als Tochter eines Kleinfürsten und einer Sklavin wusste sie wohl, was es bedeutet, in verschiedenen Welten zu leben und trotzdem „heil” zu bleiben. Wer „heil” ist, kann auch „heilsam” sein. So wird Brigida als „Heilige” verehrt, als Schutzpatronin der Tiere, die früher mit dem Menschen in enger Schicksalsgemeinschaft lebten. Ihr Gedenktag ist der 1. Februar. Die Heilige ermutigt zur Gelassenheit. Wer dem Leben traut - und damit Gott etwas zutraut-, der überwindet die vielen Grenzen und überlebt auch Umwälzungen, die die moderne Welt den Menschen aufbürdet.

Gestern und Heute, Mann und Frau, Tier und Mensch miteinander versöhnen, das sei auch sie Aufgabe eines Jeden, war in Weisweiler zu hören. Die Erinnerung an die heilige Brigida und ihr Beispiel seien dabei eine gute Hilfe: Nicht zuletzt deshalb wurde in der Pfarrkirche St. Severin der heiligen Brigida, die Schutzpatronin für Haus, Hof und Vieh, jetzt traditionell gedacht.
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