Nicht nur ans eigene gefüllte Nest denken

Von: jrd
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Zu Ostern nicht nur an sich selbst, sondern auch an andere denken: Mit ihrer Osteraktion bewiesen die Schüler des Städtischen Gymnasiums auch in diesem Jahr wieder zusammen mit Anneliese Küpper (3. v. links), Ingrid Beck (5. v. links) und den Mitarbeitern der Tafel beispielhafte Solidarität. Foto: Jessica Deringer

Eschweiler. Sie gehört mittlerweile schon fast zum Inventar der Eschweiler Tafel: Bereits zum vierten Mal starteten Schüler des Städtischen Gymnasiums ihre Osteraktion. Dabei sammelten sie Geld und Kaffeepakete, um auch in diesem Jahr den Kunden der Tafel zu den Feiertagen wieder eine Freude zu bereiten.

Ins Leben gerufen und auch in diesem Jahr wieder betreut hat die Aktion Oberstudienrätin Ingrid Beck. Als Klassenlehrerin der 5e und Englischlehrerin der 7a schaffte sie es erneut, die Schüler dieser Klassen zur Teilnahme am Projekt zu begeistern - wie schon einige Jahrgänge vor ihnen.

Mit Feuereifer waren die Jungen und Mädchen dabei, und so kamen sie nach Sammlungen in den Schulpausen und an drei Elternsprechtagen im vergangenen Jahr auf die stolze Summe von 780,96 Euro - nicht eingerechnet die 185 Kaffeepakete, die es normalerweise bei der Tafel nicht zu kaufen gibt.

Von diesem Geld kauften Manfred Wagner und Wolfgang Müllers, ehrenamtliche Fahrer der Tafel, im Auftrag der Kinder und ihrer Lehrerin haltbare Lebensmittel, um sie dann in der Tafel weiterzuverkaufen: Nudeln, Mehl, Zucker, Öl, Obst- und Gemüsekonserven standen schließlich für einen festlichen Osterschmaus im Regal, und natürlich war auch etwas Süßes für die Kleinen dabei.

Im vergangenen Jahr konnten 250 Familien von der Sammlung der Schüler profitieren. Ist das schon eine eindrucksvolle Zahl, so könnte sie in diesem Jahr sogar noch übertroffen werden: „Ich denke, dass es diesmal mehr wird, wir werden sehen”, so die Vorsitzende der Tafel, Anneliese Küpper, bevor es dann wirklich an den Verkauf ging, bei dem einige Schüler sogar selbst mithalfen. „Da 30 Prozent unserer Kunden Kinder sind, freue ich mich besonders über die Solidarität der Kinder des Gymnasiums”, lobte Küpper das Engagement der „Städtis”, denen jetzt zu Ostern eben nicht nur das eigene gefüllte Nest wichtig ist.

Für diese beispielhafte Bereitschaft zu helfen, erhielt die Aktion 2008 sogar den Jugendpreis „JugendPlus”. Küppers´ Dank gilt nun den Schülern der 5e und 7a, Ingrid Beck und Schulleiter Ulrich Reinartz, die alle ihren Teil am Gelingen des Projektes hatten. „Die Spende verdanken wir den Schülern”, stand auch auf einem Plakat geschrieben, das an der Eingangstür der Tafel den Kunden die Aktion ankündigte.

Und das ist auch gut so, haben sich die Jungen und Mädchen doch wirklich ins Zeug gelegt, um auch anderen ein schönes Osterfest zu bereiten. Sicher wird ihr gutes Beispiel auch im kommenden Jahr wieder Schüler nachfolgender Klassen motivieren, dasselbe zu tun.
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