Eschweiler - Neunmeterschießen beendet Fußballkrimi des Hallenfußballturniers

Neunmeterschießen beendet Fußballkrimi des Hallenfußballturniers

Von: ran
Letzte Aktualisierung:
9239330.jpg
Dürwisser Germanen unterliegen Mittelrheinliga-Spitzenreiter Hennef im Finale des B-Juniorenturniers um den VR-Bank-Cup.

Eschweiler. Viel hat nicht gefehlt zum großen Triumph: Beim Hallenfußballturnier der B-Junioren um den VR-Bank-Cup des FC Germania Dürwiß unterlagen die jungen Gastgeber in der Halle des Berufskollegs erst im Finale dem favorisierten Mittelrheinliga-Spitzenreiter FC Hennef 05. Und dies denkbar knapp.

Nach den regulären 13 Spielminuten hatte es 1:1 gestanden. Das folgende Neunmeterschießen entwickelte sich dann aus Germania-Sicht zum Drama: Zwar hielt der sehr starke Torhüter Luca Strunje gleich drei von fünf Strafstößen, auf der anderen Seite scheiterten jedoch alle vier (!) Dürwisser Schützen, so dass am Ende ein 3:1 für Hennef zu Buche stand.

Im emotionalsten Spiel des Turniers hatten sich die Germanen, die als Tabellenneunter der Bezirksliga in die Winterpause gingen, in der Vorschlussrunde mit 3:1 gegen den Bezirksliga-Ersten Jugendsport Wenau durchgesetzt. Die Jugendsportler beendeten das Turnier nach einem 4:5 im Neunmeterschießen um Platz drei gegen SW Essen auf Rang vier.

Mit einem doppelten Fehlstart hatte der VR-Bank-Cup der B-Junioren für die Gastgeber, die zwei Mannschaften ins Rennen schickten, begonnen. Germania II unterlag dem FC Hennef im Eröffnungsspiel mit 1:3, Germania I zog gegen den SV Mönchengladbach mit 0:1 den Kürzeren. Während die Zweitvertretung nach einem 1:4 gegen Rheinsüd Köln und einem 2:1-Erfolg über den FV Vaalserquartier den Einzug in das Viertelfinale verpasste, steigerte sich Germania I im weiteren Turnierverlauf erheblich.

Dem knappen 1:0-Sieg gegen die 1. Jugendfußballschule Köln schloss sich eine konzentrierte Leistung gegen den VfL Vichttal an. Das 3:1 brachte den Germanen sogar noch Platz eins in der Vorrundengruppe C vor der punktgleichen Mannschaft des SV Mönchengladbach ein. Ohne Punktverluste schlossen der FC Hennef (Gruppe A) und SW Essen (Gruppe B) die Vorrunde ab.

Nicht wirklich von Spannung geprägt waren drei von vier Viertelfinalbegegnungen: Die Germanen nutzten gegen den FC Rheinsüd Köln umgehend eine Überzahlsituation zur 1:0-Führung und bauten den Vorsprung kontinuierlich zum Endstand von 6:0 aus.

Mit dem gleichen Ergebnis setzte sich Jugendsport Wenau gegen den SV Mönchengladbach durch. Sogar einen 8:1-Kantersieg fuhr der FC Hennef gegen den VfL Vichttal ein. Lediglich SW Essen und der FV Vaalserquartier lieferten sich eine Partie mit knappem Ergebnis, wobei das Team vom Niederrhein bei seinem 1:0-Sieg in der Defensive nur selten gefordert wurde.

Das „Traumfinale“ Germania Dürwiß gegen Jugendsport Wenau stand dann bereits im Halbfinale auf dem Programm. Und sowohl auf dem Feld als auch auf der Tribüne ging es 13 Minuten lang emotional zu. Valdet Radi brachte die Germania nach schöner Kombination in Führung, die Niklas Schippers, dessen Flachschuss mehrfach abgefälscht wurde und schließlich den Weg in die linke untere Torecke fand, auf 2:0 ausbaute.

Doch mit dem Anschlusstor zum 1:2 für die Jugendsportler kehrte die Spannung ins Spiel zurück. Es wurde hektisch. Ein Gerangel zwischen zwei Spielern führte zu jeweils einer Zeitstrafe auf beiden Seiten. Diese 3:3-Situation nutzte schließlich Ertugrul Arslan, der nach einem Freistoß das letztlich entscheidende 3:1 erzielte. In der ersten Vorschlussrundenpartie hatte zuvor der FC Hennef gegen SW Essen mit 4:2 (nach 3:0 und 4:1) recht souverän die Nase vorne gehabt.

Doch im Endspiel gelang es den Germanen, die Souveränität des Mittelrheinliga-Spitzenreiters erstmals im Verlauf des Turniers ins Wanken zu bringen. Selbst der äußerst unglücklich zustande gekommene 0:1-Rückstand durch einen von der Bande zurückprallenden Schuss brachte Dürwiß nicht aus dem Konzept. Luca Strunje hielt alles, was auf seinen Kasten zuflog und dann war es erneut „Freistoß-Spezialist“ Ertugrul Arslan, der einen indirekten Strafstoß zum Ausgleich nutzte. Selbst Chancen zur Führung wurden herausgespielt, jedoch nicht genutzt. Es blieb bis zur Schlusssirene beim 1:1. Das Neunmeter-Drama begann...

Trotz kurzer Enttäuschung nahmen wenig später Luca Strunje, Noah Heinrichs, Dorian Wieczorek, Marvin Horsch, Valdet Radi, Menael Djimbi, Niklas Schippers, Ertugrul Arslan sowie Trainer Irfan Karabacak die Glückwünsche von Michael Ruers, Leiter der VR-Bank-Geschäftsstelle Eschweiler, sowie von Germania-Jugendleiter Frank Dickmeis entgegen. Der Siegerpokal ging allerdings nach Hennef.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert